Zimtsterne Rezept mit Trockenzeit

Zimtsterne

Zimtsterne sind etwas Wunderbares. Ihre Zubereitung kann allerdings einige Nerven kosten. Meine ersten Versuche waren nicht besonders erfolgreich. Doch mit dem folgenden Rezept hat´s endlich geklappt! 

Zutaten:

  • 500 g gemahlene Haselnüsse (oder Mandeln)
  • 5 Eiweiße
  • 350 g Puderzucker
  • 3 TL Zimtpulver
  • 1 EL Orangenlikör

Zubereitung:

Eiweiße sehr steif schlagen. Ihr müsst es mit einem Messer regelrecht schneiden können. Erst dann ist es perfekt. Der Puderzucker wird dann durch einen Sieb nach und nach zum Eiweiß gegeben und untergerührt. Allerdings würde ich den Eischnee zuvor in eine größere Schüssel geben. Warum erfahrt ihr gleich. Ist die Masse schön gleichmäßig, nehmt ihr eine Tasse und entnehmt aus der Schlüssel etwas davon. Das braucht ihr später zum Bestreichen der Zimtsterne.

Anschließend werden Zimt, Haselnüsse/Mandeln und Orangenlikör unter die Eischnee-Masse gehoben. Hierzu einen Schneebesen nehmen, damit alles fluffig bleibt. Sind alle Zutaten gut vermengt, formt ihr innerhalb der Schüssel mit den Händen eine Teigmasse. Daher braucht ihr auch etwas Platz in der Schüssel.

Legt den Teig auf einen Glas- oder Porzellanteller, den ihr zuvor mit Klarsichtfolie ausgelegt habt und deckt ihn damit ab. Ein Glas- oder Porzellanteller sollte es deshalb sein, weil der im Vergleich zu Kunststoff viel kälter wird im Kühlschrank. Den Teig eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Vorbereiteter Teig für Zimtsterne

Zimtsterne ausstechen

Jetzt kommt die eigentlich schwierige Aufgabe bei Zimtsternen: Das Ausstechen. Was bei Buttergebäck kein Problem ist, avanciert bei diesen Plätzchen zu einer äußerst klebrigen Angelegenheit. Doch ich habe da ein paar Tipps:

  • Nehmt zunächst ein bisschen gemahlene Mandeln oder Haselnüsse und streut das auf die Arbeitsfläche. Vielleicht habt ihr ja noch etwas davon übrig, dann könnt ihr die Reste somit gleich verwenden. Jetzt holt ihr den Teig aus dem Kühlschrank und setzt ihn auf die Nüsse. Drückt ihn ein bisschen mit den Händen platt und schaut, dass die Ränder schön glatt bleiben. Reißt er an manchen Stellen, drückt ihr das mit den Händen zusammen. Bevor es losgeht, sollte der Teig eine schöne runde Form haben.
  • Ganz wichtig: Der Teig kommt nicht direkt mit dem Wellholz in Kontakt. Stattdessen nehmt ihr frische Klarsichtfolie und legt diese über den Teig. Da der extrem klebt, bleibt die Folie gut haften. Nun könnt ihr den Teig mit dem Wellholz, ohne dass euch alles daran haften bleibt, komfortabel auswellen. Aber nicht zu dünn! 1 Zentimeter darf es gerne sein beziehungsweise vielleicht etwas weniger, aber nicht viel. Sonst werden die Zimtsterne mickrig und trocknen zu schnell aus. Sie sollen im Kern ja angenehm weich bleiben.

Macht beim Auswellen immer kurz halt, wenn der Teig außen reißt und drückt die gerissenen Stellen wieder zusammen. So bekommt ihr am Ende eine schöne runde Form, wodurch ihr Platz spart und mehr Plätzchen ausstechen könnt.

Nun mit den Ausstechformen Zimtsterne ausstechen. Ich habe ergänzend zum klassischen Stern noch ein paar Hunde gemacht. Für Kinder eine willkommene Abwechslung. Und natürlich für Hundeliebhaber ; )

Direkt auf ein Blech mit Backpapier legen. Nicht wundern: Der Teig klebt auch an den Formen stark und es ist eine etwas nervige Sache die Plätzchen ohne Schaden rauszubekommen. Wenn ihr die Formen nach jedem Ausstechen in etwas Zucker tunkt, geht´s leichter.

Zum Schluss werden die Zimtsterne mit der beiseite gestellten Eischneemasse bestrichen.

Zum Backen bereit!

Trocken- und Backzeit

Die entscheidende Phase kommt aber erst jetzt. Denn wenn die Plätzchen fertig auf ihren Blechen „sitzen“, müssen sie noch eine Nacht warten. Bei Raumtemperatur trocknen sie und werden erst am nächsten Morgen gebacken. Ob das immer sein muss, weiß ich zwar nicht, aber ich kann nur sagen, dass es wunderbar geklappt hat und die Plätzchen super geworden sind. Genauso wie sie sein müssen: außen leicht knusprig, innen super zart. Macht also Sinn die Zimtsterne abends vorzubereiten.

Wenn die Zimtsterne über Nacht getrocknet sind, kommen sie am nächsten Morgen bei ca. 200°C Umluft bzw. 220°C Ober-Unterhitze für gerade einmal fünf Minuten in den Ofen. Ich habe meine Stoppuhr auf vier Minuten gestellt und die Zimtsterne genauestens beobachtet. Die Eischneemasse sollte nicht zu braun werden.

Zimtsterne beobachten!

 

Ich wünsche euch viel Erfolg und Freude beim Backen und vor allem viel Spaß beim anschließenden Schlemmen : )

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