Wild zubereiten und einlegen

Wild zubereiten

Im Herbst wird in vielen Küchen bevorzugt Wild zubereitet. Heute will ich euch zeigen, wie ihr Wild einlegt und zubereitet. Egal ob ihr dabei Hase, Reh oder sonstige Wildsorten verwendet, dieses Rezept dient euch als Grundlage. 

Zutaten:

zum Einlegen:

  • 2l Rotwein
  • 2 Päckchen Sauerbraten (Gewürzmischung von Ostmann)
  • 1 Zwiebel
  • 1kg Wild

Zubereitung:

Damit Wild-Fleisch besonders gut schmeckt, sollte es eingelegt werden. Beim Rotwein würde ich nicht den billigsten Fusel nehmen. Das schmeckt man beim Fleisch. Natürlich würde ich auch nicht den besten Wein verwenden, aber ein gutes Produkt aus der Mittelklasse dürfte es schon sein. Den Wein aufkochen. In der Zwischenzeit das Fleisch in eine Schüssel legen und die halbierte Zwiebel dazu geben. Anschließend mit dem Sauerbraten Gewürz von Ostmann bestreuen.

Dieses Gewürz enthält Koriander, Pfeffer, Piment, Paprika, Wacholderbeeren, Ingwer, Lorbeer, Nelken, Senfkörner, Zwiebeln, Zimt, Muskatblüte und Thymian. Ihr wisst, dass ich sonst nicht besonders begeistert bin von fertigen Päckchen-Gewürzen, aber hier muss ich eine Ausnahme machen. Denn dieses Produkt von Ostmann enthält nur Gewürze, die ich sonst einzeln kaufen müsste, was garantiert teurer und zeitaufwändiger wäre. Diese Mischung beinhaltet alles was ich brauche.

Anschließend den Rotwein über das Fleisch in die Schüssel gießen. Das Fleisch bleibt nun zwei Tage im Wein liegen. Nach einem Tag müsst ihr das Fleisch umdrehen.

 

Zutaten:

zum Kochen:

  • hitzebeständiges Öl nach eurem Geschmack
  • 1 Karotte
  • 2 Lorbeerblätter
  • Salz, Pfeffer
  • Wein von Einlage
  • Wasser, 5 EL Mehl, 3 EL Butter (für Mehlschwitze)
  • Petersilie
  • eventuell Preiselbeeren

Zubereitung:

Nach zwei Tagen nehmt ihr das Fleisch vorsichtig aus der Einlage und lasst es gut abtropfen. Die Weineinlage gießt ihr durch einen Sieb in eine Schüssel. Das gesiebte Gewürz und die Zwiebel werden entsorgt, der Wein wird für später aufgehoben.

Wild zubereiten, braten und ablöschen

Nun in einem großen Topf das Öl erhitzen und das Fleisch darin von jeder Seite ca. 5-6 Minuten anbraten. Karotte schälen, grob schneiden und mit den Lorbeerblättern zum Fleisch geben. Hitze auf mittlere Stufe herunter drehen. Fleisch salzen, pfeffern und mit Wein aus der Einlage ablöschen. Deckel auf den Topf und 30 Minuten  auf mittlerer Stufe köcheln. Ob ihr den gesamten Wein hinzugebt, hängt davon ab wie viel Soße ihr braucht. Anschließend das Fleisch drehen, abschmecken und weitere 30 Minuten köcheln.

Soße andicken

Damit ihr die Soße auch gleich fertig machen könnt, bereitet ihr eine einfache Mehlschwitze zu. Dafür die Butter in einem Topf schmelzen. Das Mehl mit einem Schneebesen einrühren und erhitzen. Ihr müsst hier ständig rühren, sonst könnte die Mehlschwitze anbrennen. Die Hitze nicht zu hoch stellen, weil Butter zu hohe Temperaturen nicht aushält. Sobald die Mehlschwitze eine bräunliche Farbe hat, gießt ihr etwas kaltes Wasser dazu und rührt weiter. Nach zehn Minuten auf mittlerer Hitze ist die Mehlschwitze fertig. Da das Wild  eine ganze Weile köchelt, könnt ihr die Mehlschwitze in der Zwischenzeit ganz in Ruhe zubereiten. Achtet nur darauf, dass sie fertig ist, wenn das Wild eine Stunde geköchelt hat. Denn dann sollte die heiße Mehlschwitze direkt in den Rotwein beim Fleisch eingerührt werden. Je nach dem wie dick die Soße sein soll, müsst ihr die Menge der Mehlschwitze anpassen.

Soße Abschmecken

Nachdem ihr die Mehlschwitze in den Rotwein beim Fleisch gerührt habt, schmeckt ihr die Soße mit Salz und Pfeffer ab. Anschließend alles noch weitere 15 bis 20 Minuten köcheln und nach Geschmack Preiselbeeren dazu geben. Vor dem Servieren mit etwas gehackter Petersilie bestreuen.

Dazu passt

Zum Wild könntet ihr Nudeln oder Kartoffelklöße mit Rotkraut servieren. Auch Kastanien passen sehr gut dazu.

Wünsche euch einen guten Appetit!

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