Weintrauben Teil 1 – Sortenübersicht

Weintrauben

Im September hängen die Reben voller Weintrauben und die Straußenwirtschaften in den Weinregionen laden zum Genießen ein. Da man mit Trauben aber nicht nur Wein sondern auch herrliche Desserts zubereiten kann, will ich in den nächsten Wochen einige Rezeptideen vorstellen. Doch vorher bekommt ihr eine Sortenübersicht, damit ihr wisst, wie die verschiedenen Varianten schmecken.

Im  Bereich Frischobst sind Trauben sehr gefragt. Solltet ihr auf unbehandelte Bio-Trauben zurückgreifen, reicht es diese vor dem Verzehr beziehungsweise der Verarbeitung kurz kalt abzuspülen . Importierte Früchte dagegen immer etwas sorgfältiger waschen und warmes Wasser verwenden. Nachfolgend eine Auswahl der wichtigsten Sorten.

Rote Trauben

  • Barlinka: die wichtigste Tafeltraube von Südafrika. Wird nach Deutschland auch aus Neuseeland, Australien, Chile und Argentinien importiert. Die Trauben sind groß, fest und rot-blau. Um ihr mild-fruchtiges Aroma zu entfalten, müssen sie vollreif sein. Im Frühjahr erhältlich.
  • Cardinal: Stammt ursprünglich aus Kalifornien und ist sehr empfindlich. Ein guter Geschmack ergibt sich nur im vollreifen Zustand. Die Tafeltraube ist blau-rot bis dunkelrot und spätreifend.
  • Flame seedless: Wurde in Kalifornien gezüchtet und reift früh. Sind hierzulande zwischen Juli und Oktober erhältlich. Importware steht von Januar bis Ende April bereit. Die leuchtenden Beeren entwickeln keine Samen und haben einen neutralen Geschmack. Das Fruchtfleisch ist fest. Die Beeren sind nach der weißen Sultana eine der wichtigsten Tafeltrauben.
  • Red Globe: Wie der Name vermuten lässt, ist diese Sorte sehr groß. Die üppigen Beeren sind rotviolett und kommen hauptsächlich aus Argentinien, Chile und Südafrika. Von Mitte Oktober bis Ende Dezember, manchmal auch Januar, kommt die Importware oft aus Italien. Die Samenkörner sind groß und knusprig. Der Geschmack der Früchte kann als sehr gut bezeichnet werden.

Weiße Trauben

  • Sultana / Thompson Seedless: bedeutendste Tafeltraube weltweit! Auch für die Rosinenherstellung ist sie unverzichtbar. Die Beeren haben dünne Schalen, zeichnen sich durch eine goldgelbe Farbe aus und überzeugen mit toller Süße. Diese Sorte reift mittelfrüh.
  • Paparella: Die sehr süßen Früchte mit ovaler Form und hellgrüner Farbe stammen aus Italien. Die Sorte ist eher teuer (ca. 2,80 Euro pro Kilo) und gehört zu den Tafeltrauben. Das Fruchtfleisch ist knackig, die Beeren relativ groß.
  • Regina dei Vigneti: Bei der „Königin der Weingärten“ handelt es sich um eine Züchtung aus Ungarn. Die Beeren sind gelbgrün, sehr groß und beim Reinbeißen angenehm knackig. Das dezente Muskataroma überzeugt selbst anspruchsvolle Gourmets.
  • Regina / Waltham Cross: Die zweitwichtigste Tafeltraube überhaupt. Die Beeren sind groß, gelbgrün, mild und knackig.
  • Uva Blanca: Die grüne Tafeltraube reift als letzte und bringt große Beeren hervor. Die Sorte ist allerdings sehr empfindlich, dafür aber auch ertragreich. Geschmacklich sind die Früchte neutral, das Fruchtfleisch fest.
  • Italia: Wichtigste Sorte in Italien. Die Früchte schmecken neutral, sind fest, grün und groß. Ihre Form ist etwas länglich. Weltweit handelt es sich um die dritthäufigste Tafeltraube.

Verwendung

Saftige Trauben sind vielfältig verwendbar. Sie schmecken sowohl in Desserts und Obstsalaten als auch auf und in Kuchen sowie Torten. Herzhaft zu Wild, würzigen Saucen oder auf der Käseplatte machen sich die süßen Früchtchen aber mindestens genauso gut! Wer zu viel Trauben hat, kann sie zu Saft verarbeiten. Bei Konfitüren und Kompotts kommen sie eher selten zum Einsatz.

Demnächst folgen weitere Informationen zum Thema Trauben und passende Rezepte.

 

Weintrauben Teil 2 – Herkunft und Charakteristika

Weintrauben Teil 3 – Saison, Einkauf und Lagerung

Weintrauben Teil 4 – Inhaltsstoffe und Empfehlungen

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