Warenkunde Linsen – Sorten und Verwendung

Linsen

Angesichts moderner Ernährungsweisen erfreuen sich Linsen zunehmender Beliebtheit. Während sie früher fast ausschließlich im Eintopf zu finden waren, kommen sie heute in Salaten und als gesunde Beilage zum Einsatz. Im heutigen Beitrag erläutere ich, welche Sorte der Hülsenfrüchte für welche Gerichte besonders geeignet ist.

  • Rote Linen: Sie sind besonders schnell gar und brauchen nur 10-15 Minuten. Von der veränderten Farbe nicht irritieren lassen. Es ist normal, dass sich Rote Linsen beim Kochen gelb färben. Die gespaltenen und geschälten Linsen sind für den Organismus leichter verträglich als andere Sorten. Für Eintöpfe und Suppen sind sie ideal.
  • Beluga-Linsen: Ihren Namen haben sie aufgrund der Ähnlichkeit zu Kaviar erhalten, sie gelten als eine der edelsten Sorten. Sie sind klein, glänzend und schwarz. Nach rund 20 Minuten sind sie fertig und zerfallen nicht beim Kochen. Geschmacklich erinnern sie an Maronen. Ideal als Beilage und Vorspeisen.
  • Puy-Linsen: Zum Großteil stammen sie aus der französischen Region Auvergne. Ihre Farbe ist blau-grün, der Geschmack ist kräftig, nussig. Sie gehören ebenfalls zu den Edel-Linsensorten. Die Kochdauer beträgt rund 30 Minuten und auch diese Sorte zerfällt nicht. Optimal für Salate, als Sprossen gekeimt oder Pasteten.
  • Tellerlinsen: Als größte Linsensorte fallen sie unter anderem durch ihre braune Farbe auf. Bei der Kochdauer von rund 60 Minuten (vorher müssen sie eingeweicht werden) werden sie sämig weich. Perfekte Linsen für Eintöpfe und Pürees. Aber auch ein Brotaufstrich lässt sich damit zubereiten.
  • Pardina-Linsen: Stammen aus Amerika und sind klein sowie dunkel gesprenkelt. Ihre Kochzeit beträgt eine halbe Stunde, sie zerfallen weniger zügig. Das Aroma kann als herzhaft bezeichnet werden. Sie sind geeignet als Vorspeise und im Salat.

Allgemeines zu Linsen

Linsen liefern als Hülsenfrucht viel Eiweiß. Zwischen 25 und 30 Prozent sind normal. Zudem sind sie reich an Ballaststoffen, Eisen, Fluor und Mineralien. Als Faustregel könnt ihr euch merken, dass das Aroma umso feiner ist, je kleiner die Linsen sind. Vor dem Kochen müssen sie stets gewaschen werden. Der Kochvorgang sollte mit frischem Wasser erfolgen. Auf Salz vollständig verzichten! Nach dem Kochen tut dem Aroma der Linsen etwas Essig oder Zitronensaft gut. Die Säure unterstreicht den Geschmack. Da die Garzeit bei großen Linsen relativ lang sein kann, hilft es sie über nacht in Wasser einzuweichen.

Tipps zu Einkauf und Lagerung

Beim Einkauf von getrockneten Linsen seit ihr gut beraten auf mehlige Rückstände am Boden der Packung zu achten. Ist ein solcher vorhanden, lasst das Produkt lieber im Laden. Denn derartige Rückstände können ein Zeichen für Parasitenbefall sein. Gelagert werden Linsen an einem dunklen und kühlen Platz. Die Verpackung sollte luftdicht sein. Die meisten Linsensorten lassen sich so mindestens 12 Monate lagern.

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