Warenkunde Hülsenfrüchte – Von Erbsen bis Bohnen Teil 2

Bohnen

Nachdem es im ersten Teil um Erbsen und Kichererbsen ging, stehen heute Bohnen und Linsen auf dem Programm der Hülsenfrüchte-Warenkunde. Ergänzend habe ich allgemeine Tipps und Informationen zusammengefasst. 

Bohnen: Facettenreiche Spezialität

Unter den Bohnen sind folgende Vertreter weit verbreitet:

  • Sojabohnen: Liefern reichlich Ballaststoffe, Eiweiß und wertvolle Fette. Besonders häufig im Einsatz sind Sojabohnen in Form von Sojasoße. Die Herstellung in Kurzfassung: Nach dem Mahlen der Sojabohnen werden sie in Salz und Wasser eingelegt, zerdrückt und fermentiert. Während der Fermentation, die Wochen oder Monate dauern kann, entstehen die typisch würzigen Aromen. Auch Sojamilch, Sojajoghurt und Tofu gäbe es ohne Sojabohnen nicht.
  • Mungobohnen: Sie sind leichter verträglich und schmecken nussig. Auch sie werden eingeweicht und gekocht. Anschließend passen sie wunderbar zu Suppen, Gemüsegerichten oder Salaten. Roh könnt ihr die Keimlinge der Mungobohne verwenden, besser bekannt als Sojasprossen!
  • Weiße und rote Bohnen: Für Salate und Eintöpfe ideal sind weiße Bohnen mit ihrem milden Geschmack. Rote Kidneybohnen sind in erster Linie für Chili con Carne bekannt. Das feurige Gericht ist ein Muss für Bohnenfans : ) Ansonsten eignen sich rote Bohnen für Salate und Suppen.
  • Grüne Bohnen: Sollten gekocht werden. Sie enthalten Stoffe, die im rohen Zustand der Gesundheit schaden. Die Garzeit hängt von der Größe und Dicke ab, zarte Sorten müssen bereits rund 15 Minuten köcheln. Ich persönlich mag marinierte grüne Bohnen am liebsten zu Steaks, als leichten Salat oder gebraten mit Speck, Zwiebeln und Butter.

Linsen: Die schnellsten Hülsenfrüchte

Linsen habe ich in einem separaten Warenkunde-Beitrag mit Infos rund um Sorten und Verwendung thematisiert. Größter Vorteil dieser populären Hülsenfrucht: Sie ist am schnellsten gar: Kleine Vertreter sind in zehn Minuten startklar zum Verzehr!

Tipps rund um Hülsenfrüchte

  • Grundsächlich müssen alle Hülsenfrüchte (Ausnahme Erbsen) immer gekocht werden, um gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe unschädlich zu machen.
  • Gelagert werden Hülsenfrüchte am besten in einer blickdichten Verpackung an einem trockenen und dunklen Ort. Durch den Kontakt mit Licht gehen Vitamine verloren.
  • Das Wasser, das zum Einweichen von Hülsenfrüchten genutzt wird, kann bei der weiteren Zubereitung verwendet werden. Es enthält die freigesetzten Nährstoffe. Das Wasser muss lediglich erhitzt werden, um unerwünschte Substanzen abzutöten. Ausnahmen bilden Urd- und Limabohnen, sie enthalten Blausäure . Hier ist das Wasser zu entsorgen. Generell gilt: Empfindliche Menschen, die beim Verzehr von Bohnen gerne Blähungen bekommen, sollten das Wasser besser wegschütten, da es den für die Bauchbeschwerden verantwortlichen Stoff Stachyose beinhaltet.
  • Kümmel, Bohnenkraut und Majoran optimieren die Verträglichkeit von Hülsenfrüchten.
  • Hülsenfrüchte erst kurz vor dem Verzehr salzen, damit sie weich werden.

Ich hoffe ich konnte euch hiermit einen kleinen Überblick verschaffen und ein wenig Klarheit in den Hülsenfrüchte-Dschungel bringen : )

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