Vanille Cake-Pops mit weißer Kuvertüre

Vanille Cake-Pops

Das Rezept zu den Vanille Cake-Pops, das ich heute präsentiere, habe ich in den vergangenen Wochen zwei Mal getestet. Gefunden habe ich es hier unter chefkoch.de. Ich habe allerdings kleine Änderungen vorgenommen. Wie die Cake-Pops zubereitet werden und welche Tipps ihr beachten solltet, erfahrt ihr jetzt!

Die folgenden Vanille Cake-Pops eignen sich super zum Verschenken an Weihnachten, als Dessert für die Feiertage oder als kleines Mitbringsel zum Nikolaus : )

Zutaten:

für den Kuchenteig:

  • 250 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 250 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Pack Vanille-Aroma (z.B. Dr. Oetker Finesse Natürliches Bourbon-Vanille-Aroma)
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier

für die Vanille-Crememasse:

  • 70 g Butter
  • 125 g Frischkäse
  • 100 g Puderzucker
  • 1,5 Vanilleschoten

Zum Dekorieren:

  • 200 g weiße Kuvertüre
  • 1,5 Vanilleschoten
  • evtl. Kokosfett

Was ihr außerdem braucht

Investiert in hochwertige Cake-Pop-Stiele. Ich habe mir wiederverwendbare aus Bambus-Holz gekauft. Habe sie jetzt zum zweiten Mal benutzt und bis auf einen haben es alle überlebt. Nach dem Essen habe ich sie einfach mit einem Schwamm und lauwarmem Wasser sowie etwas Spülmittel gereinigt. Spezielle Cake-Pop-Sticks sind dicker als normale Schaschlik-Spieße oder ähnliches. Letzteres ist nicht für Cake-Pops geeignet. Der Teig hält daran nicht!

Damit ihr die fertigen Vanille Cake-Pops gut trocknen und präsentieren könnt, solltet ihr euch einen größeren Würfel Styropor organisieren. Ich hatte das verbummelt und musste improvisieren. Meine Lösung: Ein umgedrehter Karton, den ich mit Alufolie umwickelt habe. Mit einem spitzen Schaschlikspieß habe ich Löcher vorgebohrt damit ich die guten Cake-Pop-Sticks nicht unnötig strapazieren muss. Sobald ich einen Cake-Pop mit Schokolade überzogen hatte, steckte ich den Stick in eines der vorbereiteten Löcher. Hat gut geklappt und so wirken die selbst gemachte Leckereien auch gleich richtig schick auf einer Feier und man kann sie gut transportieren. Einfach in einen höheren Korb stellen und fertig. Aufgestellt auf einer Candy-Bar oder ähnlichem kann sich jeder Gast einen Vanille Cake-Pop herausziehen und direkt in den Mund schieben : )

Zubereitung:

Der erste Schritt zur Zubereitung von den Vanille Cake-Pops besteht darin einen leckeren Kuchen zu backen. Der wird dann nach dem vollständigen Abkühlen zerbröselt.

Schritt 1 – Kuchen backen

Zunächst gleich den Backofen auf rund 160°C Umluft oder 180°C Ober-Unterhitze vorheizen. Dann in einer Schüssel Butter (mindestens 60 Minuten vorher aus dem Kühlschrank nehmen) mit Zucker cremig schlagen. Hier gerne fünf Minuten Zeit lassen bis die Masse schön luftig wirkt. Wer laktoseintolerant ist, kann alternativ zur Butter Margarine nehmen. Ich verwende gerne „Alsan-S“-Margarine. Das Produkt lässt sich ähnlich gut verarbeiten wie Butter und ist nicht ganz so cremig wie andere Alternativen. Bei diesem Rezept ist das praktisch.

cake-pop-kuchen

Jetzt Vanillearoma sowie die Eier nacheinander dazu geben und weiter rühren. Mehl, Backpulver und Salz mischen und mit einem Sieb zur Butter-Creme sieben. Das mit dem Sieb ist notwendig, weil sich das Backpulvern oft nicht richtig mit dem Mehl mischen „will“. Ist das Backpulver bröckelig, könnte es passieren, dass kleine Klumpen im Teig entstehen und die schmeckt man später raus. Durch den Sieb werden alle Klumpen vernichtet ; ) Zudem wird der Teig luftiger.

Jetzt alle Zutaten gründlich mit dem Rührgerät mischen. Kastenform zur Hand nehmen, gut einfetten und Teig hineingeben. Im Ofen rund 45 Minuten backen. Dann fünf Minuten in der Form abkühlen lassen. Anschließend vorsichtig auf ein flaches Gitter stürzen und komplett abkühlen lassen. Ich habe es immer so gemacht und den Kuchen am Vorabend gebacken. Dann kann er über Nacht in aller Ruhe auskühlen.

Schritt 2 – Vanille Cake-Pop-Masse zubereiten

Am nächsten Tag bzw. wenn der Kuchen kalt ist, gebt ihr den Kuchen in eine Schüssel und zerbröselt ihn vollständig. Dass der Rand des Kuchens etwas fester bzw. knuspriger ist, ist sogar gut. Das verleiht den Cake-Pops später mehr Halt. Gebt euch beim Zerbröseln Mühe. Lieber etwas sorgfältiger und länger Zerkleinern wie zu wenig. Wer hier ungeduldig ist, muss später mit einigen Cake-Pops rechnen, die vom Stick fallen. Denn umso grober der Teig, desto größer das Risiko für Risse.

kuchen

Damit die Teigmasse schön klebrig wird, braucht es zusätzlich Feuchtigkeit. Die bringen wir mit einer feinen Vanillecreme rein. Dazu Butter und Frischkäse mit dem Rührgerät cremig rühren. Dann die Vanilleschoten auskratzen (1,5) und das Mark zur Masse geben. Am Schluss Puderzucker dazu und nochmals kräftig rühren.

Bevor es losgeht, legt ihr ein Tablett, einen Teller oder ähnliches mit Backpapier aus. Dann könnt ihr die fertigen Kugeln direkt darauf legen. Die Masse jetzt zu den Kuchenbröseln geben und mit den Händen kneten bis die beiden Bestandteile gründlich vermengt sind. Die Masse muss schön klebrig werden. Dann ist es Zeit zum Formen: Nehmt etwas Teig in die Hände und formt daraus hübsche Kugeln. Den Teig dabei mehrmals pressen damit er sich verfestigt und Lufteinschlüsse verschwinden.

cake-pop-masse

Laut Rezept soll es rund 40 Cake-Pops ergeben. Ich landete bei +- 35 Stück. Kommt also ungefähr hin. Je nach dem wie groß man die Kugeln formt. Größer als 4 Zentimeter sollte der Durchmesser aber nicht sein. Sonst besteht wieder das Risiko, dass die Kugeln von den Sticks rutschen.

Ist die Masse vollständig in Kugeln verwandelt, stellt ihr diese in den Kühlschrank. Laut Originalrezept soll man die Kugeln für eine Stunde in den Kühlschrank stellen. Ich rate zu drei Stunden! Denn als ich den Teig beim zweiten Versuch länger kühl stellte, plumpste nur ein Cake-Pop beim Dekorieren mit Kuvertüre vom Stick. Bei der kürzeren Kühlzeit waren es mehr als zehn!

kugeln

Schritt 3 – Vanille Cake-Pops dekorieren

Im letzten Schritt müsst ihr die Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Ich mache das immer so, dass ich die Schokolade in eine Tasse gebe und diese wiederum in einen kleinen Topf stelle, den ich mit Wasser fülle bis ungefähr die Tasse rund vier Zentimeter im Wasser steht. Dann langsam erhitzen. Sobald die Kuvertüre flüssig ist, und ihr das übrige Vanillemark (1,5 Vanilleschoten) untergerührt habt geht´s los!

Jetzt nehmt ihr einen der Holz-Sticks zur Hand und taucht ihn rund einen Zentimeter tief in die Kuvertüre (mit dem dicken Ende versteht sich!). Dann das mit Kuvertüre bedeckte Ende in eine Cake-Pop Kugel stecken. Hier vorsichtig vorgehen. Sollte der Teig leicht aufbrechen, einfach mit den Händen wieder andrücken und verfestigen. Erst dann taucht ihr die gesamte Kugel in die Kuvertüre. Leicht drehen bis die überschüssige Schokolade abgetropft ist und dann in das Styropor beziehungsweise den Karton stecken. Dort können die Cake-Pops in Ruhe trocknen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es manchmal besser ist die Tasse mit der Kuvertüre schräg zu halten und die Cake-Pop ebenfalls leicht schräg hinein zu tunken. Das Risiko, dass sie durch den Sog und die Anziehungskraft in die Kuvertüre fallen, ist so geringer.

Wenn ihr fertig seid, sollten die Vanille Cake-Pops schnell in den Kühlschrank. Dort härten sie vollständig aus. Zudem schmecken sie gekühlt einfach am besten. Bei mir haben die Cake-Pops bei einer größeren Feier den ganzen Abend durchgehalten. Keiner ist von seinem Stick gefallen!

Dank der kleinen schwarzen Pünktchen des Vanillemarks sind diese Vanille Cake-Pops sehr dekorativ. Geschmacklich kamen sie super an. Man kann davon zwar nicht viel essen, aber das macht nichts : )

Tipps:

  • Die Glasur muss rundherum verlaufen bis über den Stick. Sobald die Schokolade hart wird, gibt sie dem Teig zusätzlich Halt und Stabilität. Das ist ganz wichtig.
  • Nehmt immer nur fünf bis sechs Cake-Pops aus dem Kühlschrank und holt die nächste Portion erst raus, wenn ihr die vorherige Ladung fertig dekoriert habt.
  • Zeitplanung: Vanille Cake-Pops sind ziemlich zeitintensiv. Besonders lange dauert das Dekorieren am Schluss mit Kuvertüre. Eine Stunde ist da vergangen wie im Flug. Besonders wenn man noch ungeübt ist!
  • Keinesfalls darf Wasser in die Kuvertüre gelangen! Sonst fängt sie sofort an zu klumpen.
  • Ist die Kuvertüre nicht flüssig genug, einfach etwas Kokosfett einrühren.
  • Wer mag streut bunte Streudeko, Glitzerzucker oder ähnliches auf die noch feuchte Kuvertüre.
  • Den Kuchen, der die Grundlage für diese Cake-Pops darstellt, könnt ihr auch gut zum Verwöhnen eurer Gäste einsetzen. Einfach mit Kuvertüre dekorieren und fertig ist ein schicker Kuchen. Schmeckt sehr fein!

Info zum Zuckergehalt

Übrigens: Das Originalrezept von Chefkoch enthält noch mehr Zucker wie in meiner Zutatenliste. Ich habe es beim ersten Mal mit den ursprünglichen Mengen gemacht, doch die Cake-Pops waren mir persönlich zu süß. Ich verringerte die Zucker- sowie die Puderzucker-Menge um jeweils 50 Gramm. Das Geschmackserlebnis hat sich für mich zum Positiven geändert, weil die kleinen Zuckerbomben dann nicht ganz so intensiv süß sind.

Alternative Biosüße

Noch kalorienärmer und gesünder, könnt ihr die Cake-Pops übrigens mit der sogenannten Biosüße gestalten. Biosüße enthält keine Kalorien und entspricht Bioqualität. Der Rohstoff zur Herstellung ist Mais. Das Beste daran ist, dass sich die eigentlichen Kalorien-Bomben durch den Einsatz von Biosüße geschmacklich nicht verändern! Sie schmecken also genauso gut, wie mit Zucker. Weitere Fakten zum Produkt inklusive Eigenschaften, Vorteile und Tipps zur Verwendung habe ich in meinem separaten Ratgeber zur Biosüße aufgeführt.

Biosuesse
Die Genuss ohne Reue GmbH vertreibt neben Biosüße auch Mandelmehl.

 

PS: Leider habe ich vergessen später weitere Fotos von meinen selbst gemachten Cake-Pops zu machen. Am Ende waren sie so schnell gegessen, dass ich nicht mehr zum Fotografieren kam. : ) Nächstes Mal werden sie von allen Seiten abgelichtet ; )

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