Tag des Wiener Schnitzel – Informatives und Tipps

Wiener Schnitzel

Jedes Jahr am 9. September wird das Wiener Schnitzel als kulinarischer Höhepunkt gefeiert. Was heute auf den Tisch kommt, dürfte hiermit klar sein. Nachfolgend Informationen und Tipps zur Zubereitung.

Informatives zur Spezialität aus Österreich

Das Wiener Schnitzel ist eine Spezialität der Wiener Küche. Es zeichnet sich durch dünnes Kalbfleisch aus, das paniert und in heißem Fett ausgebacken wird. Die Teilstücke werden in der Regel mit Fleischklopfer bearbeitet, damit sie möglichst zart und dünn werden. Die feinen Kalbsschnitzel aus der Keule erzielen viele Metzger via Schmetterlingsschnitt. Mit rund vier Millimetern und feiner Panade bestehend aus Mehl, geschlagenem Ei und Semmelbrösel schmecken die knochenlosen Fleischstücke besonders schmackhaft.

Wer den National Wiener Schnitzel Day erfunden hat, lässt sich nicht genau nachvollziehen. Ist aber auch nicht wichtig, wenn es nach mir geht. Das Kalbsschnitzel hat schließlich einen eigenen Feiertag verdient.

Tipps zur Zubereitung

  • Panade nicht andrücken, damit sie das Fleisch später nur locker umgibt und knusprig bleibt!
  • Vor dem Panieren leicht salzen!
  • Schweineschmalz und Butterschmalz eignen sich zum Ausbacken bei 160 bis 170 °C.
  • Schnitzel müssen im Fett schwimmen und werden vorsichtig geschwenkt. Nur einmal wenden!
  • Das Ergebnis sollte goldgelb sein.
  • Mit Zitronenscheiben / Zitronenspalten und Petersilienstängel servieren!
  • Mögliche Beilagen: Pommes, Kartoffelspalten, Bratkartoffeln, Gemüse, Salate (z. B. Kartoffelsalat oder Gurkensalat)

Gut zu wissen

Sind Schnitzel mit der sogenannten Wiener Panade paniert, werden sie umgangssprachlich oft ebenfalls als Wiener Schnitzel betitelt, obwohl diese Bezeichnung traditionell der Variante mit Kalbfleisch vorbehalten ist. Bei einer Wiener Panade wird Fleisch mehliert, also in Mehl gewendet, dann durch geschlagenes Ei gezogen und mit Paniermehl umhüllt. Paniermehl ist nichts Anderes als Semmelbrösel, gemeint ist immer geriebenes trockenes Brot beziehungsweise Brötchen. Weckmehl, Panierbrot und Semmelmehl sind weitere Synonyme.

Original oder Schnitzel Wiener Art?

Viele nehmen es hinsichtlich des Titels „Wiener Schnitzel“ sehr genau und behaupten, nur Produkte aus Kalbfleisch dürften den Namen tragen. Eine entsprechende Vorschrift gibt es in Deutschland allerdings nicht. In der Vergangenheit hatte das Verwaltungsgericht Arnsberg entschieden, dass eine Fleischfirma entgegen der Behauptung des Kreis Soest nicht gegen lebensmittelrechtliche Kennzeichnungsvorschriften verstoßen hat, indem sie die Bezeichnung „Wiener Schnitzel vom Schwein“ genutzt hat. Dennoch ist es üblich, dass Restaurants und Co. günstige Alternativen aus Schweinefleisch mit Panade beispielsweise „Wiener Schnitzel vom Schwein“ oder „Schnitzel Wiener Art“ nennen.

Laut Internetpräsenz des Bundesministeriums Nachhaltigkeit und Tourismus in Österreich ist das Wiener Schnitzel im Österreichischen Lebensmittelbuch (Codexkapitel B 14 „Fleisch und Fleischerzeugnisse“) „als „ein mit Mehl, geschlagenem Ei und Semmelbrösel paniertes und anschließend im Fett herausgebackenes Kalbsschnitzel“ definiert.“ Traditionell wird Fleisch aus dem Kalbsschlögel verwendet, wozu Kaiserteil, Frikandeau, Nuss und Schlussbraten gehören.

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