Spargelzeit – Informatives rund um das königliche Gemüse Teil 1

Spargelzeit

Die Spargelzeit wird von vielen Fans der dünnen Stangen sehnsüchtig erwartet. Nun ist es wieder soweit und passend zur Saison habe ich euch ein paar interessante Informationen zum Spargel zusammengestellt.

Anbau und Ernte

Der weiße Spargel wird in Erddämmen angebaut, um sie vor Sonnenlicht zu schützen. Nur so bleiben die Stangen weiß. Grüner Spargel wächst hingegen ohne Erddamm auf flachen Äckern. Die Pflanze bringt im Idealfall zehn Jahre Spargelstangen hervor. Damit das klappt, braucht sie aber ein knappes Jahr Ruhezeit zwischen den Ernten. Deshalb müssen wir auch immer solange auf das Gemüse warten. Wenn die Saison am 24. Juni endet, bekommt die Pflanze Früchte und Blätter. Bis zur nächsten Ernte lagert die Pflanze Reservestoffe ein, um erneut kräftige Stangen zu liefern.

Der oft hohe Preis für Spargel kommt unter anderem aufgrund der aufwändigen Ernte zustande. Spargelstechen ist nämlich wahre Knochenarbeit. Jede Spargelstange wird von Hand mit Hilfe eines Messers aus der Erde geholt. Geerntet wird in der Regel zwischen April und Ende Juni. Die Erntephase kann je nach Wetter und abhängig davon, wie hart der Winter war auch leicht variieren. Kauft am besten nur Spargel aus der natürlichen Saisonphase. Ansonsten fördert ihr ökologisch äußerst fragwürdige Heizverfahren oder Importware. Das muss nicht sein, haben wir in Deutschland doch so hervorragende Spargelbauern, die ihr Handwerk perfekt verstehen und beste Qualität liefern. Unterstützt sie und kauf regional sowie saisonal!

Spargelsorten

Ihr kennt nur weißen und grünen Spargel? Dann wird es Zeit den Horizont zu erweitern. Denn es gibt weitaus mehr Sorten als gedacht. Generell ist Spargel unter der Erde zunächst immer weiß. Erst das Sonnenlicht sorgt für die Verfärbung.

  • Weißer Spargel: Er wird geerntet bevor er mit Sonnenlicht in Kontakt kommt damit er weiß bleibt. Der Geschmack ist mild, die Zubereitung aufwändig, weil die Stangen bis auf die Spitzen komplett geschält werden müssen.
  • Grüner Spargel: Ist oft günstiger als weißer, weil für den Anbau keine aufwändigen Erddämme nötig sind. Grün wird die Sorte durch Sonnenlicht. Um sich davor zu schützen, wird von der Pflanze Chlorophyll gebildet, was wiederum zur Verfärbung führt. Dank des Sonnenlichts liefert grüner Spargel übrigens deutlich mehr Vitamin C als der weiße Vertreter.
  • Violetter Spargel: Hier bleiben die Stangen meist komplett weiß oder zumindest größtenteils. Man wartet mit der Ernte bewusst, bis die Köpfe des Sparegel aus der Erde schauen und sich durch Sonnenlicht lila färben. Geschmacklich ist die violette Art etwas kräftiger als die weiße. Je dunkler das Violett, desto kräftiger der Geschmack.
  • Schwarzer Spargel: Ist in Deutschland noch sehr selten und wird korrekterweise als „Purpurspargel“ oder „Violeta“ bezeichnet. Die Stangen haben eine dunkelviolette Farbe und schmecken etwas bitter und leicht nach Pfeffer. Innen ist Violeta grün.
  • Thai-Spargel: Diese Sorte wird in Südostasien und im Mittelmeerraum sehr gerne gegessen. Die Stangen sind deutlich dünner, als bei den in Deutschland typischen Sorten. Perfekt für Wokgerichte geeignet.
  • Wildspargel: Auch diese Stangen sind sehr dünn. Die Eigenschaften stimmen weitestgehend mit dem Grünen Spargel überein, lediglich der Geschmack ist etwas stärker.

Insgesamt gibt es mehr als 100 verschiedene Sorten. Unter der Weißen Art sorgt die Sorte „Ravel“ in Deutschland übrigens für sehr frühen Spargel. Ravel bringt schöne dicke Stangen hervor und die Spargelköpfe sind fest verschlossen.

Noch mehr Wissenswertes rund um den Spargel erfahrt ihr im zweiten Teil dieser Artikelserie.

Bis dahin könntet ihr ja schon mal mein Grundrezept für Spargel testen oder einige meiner individuellen Spargelrezepte ausprobieren:

Viel Spaß dabei : )

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