Spätzle aus Kichererbsenmehl

Spätzle

Kürzlich habe ich ein Ratgeberbuch zum Thema Abnehmen mit Low-Carb-Ernährung durchgeblättert. Dabei fiel mir ein Rezept zum Selbermachen von Spätzle auf. Allerdings nicht mit herkömmlichem Mehl, sondern mit Kichererbsenmehl. Da die Kichererbse zur Familie der Hülsenfrüchte gehört und wesentlich mehr Eiweiß sowie Ballaststoffe enthält, sollen diese Spätzle deutlich gesünder sein. Ich habe sie getestet und bin positiv überrascht!

Zutaten:

  • 3 Eier
  • 225 g Kichererbsenmehl
  • Salz
  • 1-2 EL Wasser

Zubereitung:

Bevor ihr beginnt einen großzügigen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Zubereitung dieser Spätzle ist denkbar einfach. Eier in einer Schüssel gründlich verquirlen und salzen. Dann das Mehl nach und nach dazu geben und mit dem Rührgerät zu einem gleichmäßigen Teig verquirlen. Das Rezept war zunächst zwar ohne Wasser vorgesehen, aber der Teig war extrem fest, so dass man ihn kaum durch die Spätzlepresse bekommt. Deshalb habe ich noch einige Esslöffel Wasser drunter gemischt, bis die Konsistenz einigermaßen ok war ; ) Ihr dürft euch aber generell nicht wundern: Der Teig ist ziemlich fest, aber das Ergebnis wird trotzdem super.

Spätzlepresse
Spätzlepresse

Wenn das Wasser kocht, Hitze wieder zurückschalten und die erste Ladung Spätzleteig in den Topf pressen, sobald das Wasser nicht mehr sprudelt. Die Spätzle schwimmten bei mir direkt an der Wasseroberfläche. Rührt ein bis zwei Mal mit einem Holzlöffel um und lasst die Spätzle rund drei-maximal fünf Minuten im Wasserbad ziehen. Dann mit einer Schöpfkelle (Schaumkelle) aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und in eine Schüssel geben. Am besten mit einem Topfdeckel abdecken. Dann bleiben sie heiß, bis die nächste Ladung fertig ist. Insgesamt habe ich die Presse zweimal vollgefüllt, dann war die Teigmenge verbraucht. Das reichte gut für zwei Personen.

Das Ergebnis hat mich wirklich erstaunt. Als ich den Teig anrührte, hatte ich große Zweifel dass das klappt, weil der Teig so hart war. Doch die Spätzle sind perfekt gleichmäßig und super lecker. Geschmacklich konnte ich keinen übermäßigen Unterschied zu herkömmlichen Spätzle erkennen. Sie kleben auf jeden Fall nicht aneinander, was ich prima finde ; )

Das Kichererbsenmehl

Verwendet habe ich das Kichererbsen-Mehl von „Bio-Zentrale“. Es war allerdings auch ziemlich teuer. Die 400-g-Packung kostete rund vier Euro! Aber zum Ausprobieren war mir das egal. Vielleicht gibt es ja günstige Alternativen, die ihr empfehlen könnt?

Kichererbsenmehl
Kichererbsenmehl

Interessant sind die Nährstoffangaben. Diese habe ich mit denen einer herkömmlichen Packung Weizenmehl Typ 405 verglichen. Während das Weizenmehl pro 100 g  71,8 g Kohlenhydrate enthält, sind es im Kichererbsenmehl 44g. Beim Eiweiß verhält es sich umgekehrt: Weizenmehl enthält 10,6g, das Kichererbsenmehl 19g. Ähnlich bei den Ballaststoffe: Weizenmehl hat gerade einmal 4g, der Kichererbsen-Konkurrent 16g.

Ich kann euch nur empfehlen es einmal auszuprobieren. Die Alternative aus Kichererbsenmehl schmeckt wirklich fein. Ich habe dazu eine pikante Rahmsoße, Putenfleisch und Feldsalat serviert.

PS: Die Zubereitung der Spätzle vom Brett kann ich mir bei diesem zähen Teig nicht vorstellen! Aufgrund der Spaghetti-ähnlichen Form könnte man mit diesen Spätzle auch Spaghetti-Gerichte wie Bolognese kochen.

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