Rotkohl nach Omas Rezept

Rotkohl

Der Herbst naht und unausweichlich kommt die Kohl-Zeit auf uns zu. Natürlich gibt es Kohl inzwischen aus dem Tiefkühlregal ganzjährig, aber zum einen ist bald Saison, zum anderen ist frischer und selbst gemachter Rotkohl in keinster Weise mit dem tief gefrorenen zu vergleichen. Ich mache den einmal in einer großen Menge (der Aufwand muss sich ja lohnen), und verbrauche einen Teil frisch. Einen Teil friere ich portionsweise ein. Frisch aufgewärmt schmeckt er aber besser ;)

Zutaten:

  • 2 kg Rotkohl (ca. 2 Köpfe)
  • 2 große Zwiebeln
  • 6 saure Äpfel
  • 120g Schweineschmalz oder Gänseschmalz
  • 2 Lorbeerblätter
  • Gewürznelken
  • Salz
  • 4 EL Essig
  • 300ml Rotwein
  • 2 EL Weizenmehl
  • 4 EL Wasser
  • 4 EL Johannisbeergelee
  • Zucker

Zubereitung:

Am Rotkohl scheiden sich die Geister, deshalb hier nur ein Ausgangsrezept, und ein paar kleine Hinweise! ;) Den Rotkohl auf jeden Fall erst einmal vierteln und den Strunk heraus schneiden. Die verbleibenden Teile fein schneiden, oder hobeln. Nicht wundern, es wird jede Menge Rotkohl werden! ;)

Man kann Rotwein und Essig erst zum Dünsten hinzu geben, oder den Rotkohl über Nacht darin marinieren. Also den Rotwein, den Essig und den Kohl gut durch rühren und über Nacht stehen lassen. Hier einfach schauen das der Kohl nur leicht feucht ist, und nicht trieft! ;)

Die Zwiebeln werden fein gewürfelt, ebenso die Äpfel (je nach eigenem Geschmack kann man hier die Stücke auch etwas größer lassen). Das Schmalz wird zerlassen und die Zwiebeln darin hell gelb geröstet, nun kommt der Kohl hinzu. Das ganze wird ein wenig angedünstet bevor man die Äpfel, die Lorbeerblätter und ein paar Gewürznelken hinzugibt. Dann noch direkt Salz, Zucker, 4 EL Essig und das Johannisbeergelee hinzugeben. 250ml Rotwein rein und nach eigenem Geschmack gar dünsten lassen. Hat man den Rotkohl mariniert hier evtl. weniger oder gar keinen Rotwein und Essig nehmen. Nach eigenem Geschmack heißt hierbei, das man zwischen bissfest und verkocht einen für sich passenden Gargrad finden muss! ;)

Das Weizenmehl wird mit dem Wasser verrührt und der Rotkohl damit gebunden. Mit Salz, Zucker und Essig wird abgeschmeckt. Ihr könnt das Johannisbeergelee auch durch andere Gelees ersetzen, zum Beispiel Preiselbeeren.

Nun könnte man den Rotkohl essen, er schmeckt allerdings nach dem ersten Aufwärmen – wenn er richtig durchgezogen ist – besser. Wie bei allen alten Rezepten kommt es auch hier sehr auf den persönlichen Geschmack an, meine Großmutter hat nie Mengen angegeben, sondern diese aus dem Gefühl heraus in den Kochtopf gegeben – und genau so sollte es sein. Es kann sein das beim ersten Versuch einiges schief läuft, aber man kann beim nächsten Mal problemlos variieren. Und viel günstigen Kohl gibt es ja bald – die Saison fängt an! ;)

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