Rettich – Tipps zu Einkauf, Lagerung und Zubereitung

Rettich

Heute habe ich euch einige praktische Infos und Tipps zum Wurzelgemüse Rettich zusammengestellt. Vom Einkauf über die Lagerung bis hin zur Zubereitung erfahrt ihr einiges Wissenswerte über die Kreuzblütengewächse sowie Tipps, damit ihr auch wisst, was ihr aus Rettichen alles machen könnt. 

Optik und mehr

Rettiche erkennt ihr an ihrer spindel- oder kugelförmigen Wurzel. Die Schale kann verschiedene Farben aufweisen. Die Farbpalette reicht von weiß über rot bis hin zu schwarz. Der weiße, längliche Sommerrettich ist in Deutschland besonders beliebt, weil er einen tollen Geschmack hat. Er wird in Bayern oft in dekorativen Spiralen serviert. Daneben gibt es noch den schwarzen Winterrettich und einen runden Mairettich. Der rote Rettich schmeckt genau wie andere Sorten und hat ebenfalls weißes Fruchtfleisch. Insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern werden Rettiche angebaut. Rettich gibt es üppig im Mittelmehrraum und fast weltweit verbreitet sind der Garten- und Ackerrettich.

Einkauf von Rettich

Wie bei allem Gemüse geht es auch bei Rettichen darum sie frisch einzukaufen. Schließlich soll der Nährstoffgehalt möglichst hoch sein. Daher solltet ihr beim Einkaufen darauf achten, dass das Fleisch der Rettiche fest und die Schale schön glatt ist.  Ein Zeichen für Frische sind auch kräftige, feste und grüne Blätter. Sind sie bereits gelblich und hängen kraftlos herum, solltet ihr den Rettich besser woanders kaufen. Weißer Mairettich gibt es in Deutschland von Mai bis Juli, weißer Sommerrettich von Juli bis September und schwarzer Winterrettich von Oktober bis Februar.

Lagerung von Rettich

Um Rettiche ein paar Tage im Kühlschrank zu lagern, schneidet ihr die Blätter ab. Auf diese Weise bleiben Frühjahrs- und Sommerrettiche länger knackig. Besonders gut lagerfähig ist der schwarze Rettich aufgrund seiner hohen Festigkeit. Er macht unter anderem Saucen pikanter und verleiht Suppen einen herzhaften Geschmack.

Tipps zur Verarbeitung

Insbesondere roh sind Rettiche beliebt und vielseitig einsetzbar. Ihr könnt sie raspeln oder fein schneiden und einfach in Salate geben oder als Brotbelag nutzen. Durch das Würzen mit Salz wird die brennende Stärke der Rettiche reduziert. Rettich lässt sich aber auch einfach kochen, dünsten und mit anderen Gemüsesorten kombinieren. Als sinnvolle Ergänzung passen dazu mildere Gemüsesorten wie Kartoffeln oder Karotten. Beim schwarzen Rettich muss die Schale immer entfernt werden. Rettich passt generell zu diversen Sorten von Fisch, Fleisch und Gemüse. Egal ob ihr eine feine Suppe, Carpaccio, Eintöpfe, Salate oder Fleischgerichte zubereiten wollt – Rettiche passen fast überall dazu.

Übrigens: Wem der Geschmack der herkömmlichen Rettich-Sorten zu krass ist, sollte die asiatischen Alternativen probieren. Beispielsweise ist der Daikon-Rettich in Ostasien eine der wesentlichen Gemüsearten und überzeugt mit einem milden Geschmack.

Infos zu Inhaltsstoffen

Rettiche sind grundsätzlich kalorienarm und eignen sich ideal für eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Mineralstoffe, Vitamin C und reichlich Kalium, Magnesium, Kalzium, Eisen, Enzyme, Phosphor und Natrium sind in dem Wurzelgemüse enthalten. Bereits ein Rettich deckt bei einem Erwachsenen den Vitamin C-Bedarf für einen ganzen Tag. Schon seit Langem gilt Rettich als beliebtes Mittel gegen Husten und Leber- sowie Gallenbeschwerden. Grund hierfür sind Inhaltsstoffe, die durch ihre antibiotische Wirkung Schleim in den Atemwegen lösen und gallentreibend wirken. Die ätherischen Senföle sind verantwortlich für den scharfen und würzigen Geschmack.

Früher haben wir Hustensaft aus schwarzem Winterrettich hergestellt. Er schmeckte sogar Kindern und ist mit wenigen Zutaten zuzubereiten. Einige kennen das Rezept bestimmt noch ; ) Dabei wurde der schwarze runde Rettich aufgeschnitten, etwas Zucker und Honig zum Fruchtfleisch hinzugefügt und am unteren Ende des Rettichs ein Loch hineingestochen. Da sich der Zucker durch den Rettichsaft auflöste, konnte man quasi zuschauen, wie unten nach und nach Hustensaft heraustropfte. Dieser Prozess wurde zwei oder drei Mal wiederholt (über mehrere Tage). Der Saft wurde  mehrmals täglich eingenommen, rund drei Mal täglich ein Esslöffel davon.

 

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