Pilzsaison – Übersicht und Tipps

Pilzsaison

Die Pilzsaison hat längst angefangen und viele von euch freuen sich bereits auf viele leckere Pilzgerichte. Doch welche Pilze wachsen in welchem Zeitraum und was ist beim Sammeln zu beachten? Ich habe euch einige hilfreiche Infos zusammengestellt, die euch den Umgang mit Pilzen erleichtern.

Hauptsaison September & Oktober

In der Regel gelten September und Oktober als Hauptsaison für Pilze. Abhängig vom Niederschlag und den Temperaturen kann es jedoch auch wesentlich früher zu einem Wachstumsschub in den regionalen Wäldern kommen. So war es auch 2014. Bereits im Juli waren einige fleißige Pilzsammler unterwegs und brachten üppige Körbe voll mit nach Hause.

Pilzsaison – Übersicht

Die nachfolgende Übersicht zur Pilzsaison dient euch als Orientierung:

  • März: Märzschneckling
  • April: Märzschneckling, Fichtenzapfenrübling, Milder Kiefernzapfenrübling
  • Mai: Fichtenzapfenrübling, Milder Kiefernzapfenrübling, Sommersteinpilz, Schopftintling, Gemeine Stockschwämmchen
  • Juni – Juli: Steinpilz, Pfifferling, Parasol, Sommersteinpilz, Bovist, Wiesenchampignon, Waldchampignon, Anischampignon, Marone, Schopftintling, Stockschwämmchen
  • August: Steinpilz, Pfifferling, Parasol, Sommersteinpilz, Bovist, Wiesenchampignon, Waldchampignon, Anischampignon, Marone, Schopftintling, Stockschwämmchen, Birkenpilz
  • September: Steinpilz, Pfifferling, Parasol, Sommersteinpilz, Bovist, Wiesenchampignon, Waldchampignon, Anischampignon, Marone, Schopftintling, Stockschwämmchen, Birkenpilz, Herbsttrompete, Rauchblättriger Schwefelkopf, Hallimasch
  • Oktober: Steinpilz, Violetter Rötelritterling, Bovist, Wiesenchampignon, Waldchampignon, Anischampignon, Marone, Herbsttrompete, Schopftintling, Stockschwämmchen, Birkenpilz, Rauchblättriger Schwefelkopf, Hallimasch
  • November: Violetter Rötelritterling, Marone, Herbsttrompete, Schopftintling, Rauchblättriger Schwefelkopf, Stockschwämmchen
  • Dezember: Rauchblättriger Schwefelkopf

Vorsicht Verwechslungsgefahr!

Grundsätzlich müsst ihr wissen, dass es zu fast jedem Speisepilz einen giftigen Partner gibt, der dem essbaren Pilz zum Verwechseln ähnlich sieht. Wer Pilze selbst sammelt, muss sich daher genau auskennen. Ansonsten kann sogar Lebensgefahr bestehen! Viele Pilze sind hochgiftig. Also nehmt diesen Hinweis nicht auf die leichte Schulter.

Nachfolgend eine Liste mit den Speisepilzen bei denen ihr besonders aufpassen müsst:

  • Märzschneckling – Verwechslungsgefahr mit Ziegelroter Risspilz (gefährlichster Giftpilz!!)
  • Milder Kiefernzapfenrübling – Verwechslungsgefahr mit bitterer Kiefernzapfenrübling (ungenießbar)
  • Champignons – Verwechslungsgefahr mit Knollenblätterpilz (hochgiftig, tödlich!!)
  • Gemeine Stockschwämmchen – Verwechslungsgefahr mit Gifthäubling (tödlich!!)

Bitte beachtet, dass diese Liste keinesfalls als vollständig betrachtet werden kann. Informiert euch über euren Lieblingspilz und sammelt nur selbst, wenn ihr euch zu 100% sicher seid, dass der Pilz nicht giftig ist.

Korrekte Zubereitung und Lagerung

Es gibt Speisepilze, die im rohen Zustand ebenfalls giftig sein können. Sogar beim Lagern könnt ihr viel falsch machen und damit eure Gesundheit gefährden. Weitere Infos zu den Themen Pilzvergiftungen, Prävention und praktische Tipps erhaltet ihr bei der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Festgelegte Mengen beim Sammeln

Viele lieben das Sammeln von Pilzen im Wald. Beachtet aber, dass die Mengen streng begrenzt sind. Es gibt vorgeschriebene Höchstmengen um die natürlichen Pilzbestände zu schützen. Für den Eigenbedarf ist in der Regel ein Kilogramm pro Tag und Person erlaubt. Jedoch gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern. Werdet ihr mit zu viel Pilzen erwischt, müsst ihr teilweise mit satten Strafen von mehreren tausend Euro rechnen. In Naturschutzgebieten, öffentlichen Parkanlagen und abgesperrten Waldflächen gilt ein Sammelverbot.

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