Nährstoffe Teil 2: Informationen zu Eiweiß

Eiweiß

Nachdem ihr im ersten Teil der Beitragsreihe zu Nährstoffen Informatives über Kohlenhydrate erfahren habt, geht es heute mit Eiweiß weiter. In diesem Beitrag erfahrt ihr, warum Eiweiße unverzichtbar sind.

Worin ist Eiweiß enthalten?

Eiweiß (wird auch als Protein bezeichnet) ist deshalb so unheimlich wichtig für uns, weil unsere Zellen aus Eiweiß bestehen und den Nährstoff wiederum benötigen, um sich zu regenerieren. Fehlt Eiweiß, hat das extreme Auswirkungen auf unseren Körper. Praktisch an Eiweiß ist, dass wir es über viele verschiedene Lebensmittel aufnehmen können. Dazu zählen:

  • Hülsenfrüchte
  • Gemüse
  • Sojaprodukte
  • Getreide
  • Fleisch
  • Fisch
  • Eier
  • Milchprodukte

Die Auswahl scheint aufgrund der pflanzlichen und tierischen Lieferanten riesig.

Was bringt Eiweiß?

Um zunächst auf den Zusammenhang mit Kohlenhydraten einzugehen: Besteht im Körper Kohlenhydrat-Mangel, greift der Organismus auf das Eiweiß zurück, um Energie zu gewinnen. Aber Eiweiß kann viel mehr: Die 30.000 bis 50.000 Eiweißkonstruktionen in unserem Körper tragen zur Stabilität der Knochen bei, stärken unsere Haare, Nägel sowie das Bindegewebe, werden für das Muskelwachstum benötigt und arbeiten als Antikörper für unsere Abwehrkraft. Eiweiß ist also ein wahres Multitalent.

Aufgrund der Menge an Eiweißkonstruktionen, die es im menschlichen Körper gibt, hat der Organismus beim Verarbeiten von Eiweiß einiges zu tun. Er spaltet es in 20 unterschiedliche Aminosäuren, um die erforderlichen Ketten zu bilden.

Wie hoch ist der Bedarf?

Knapp ein Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht sollten täglich verzehrt werden, um den Bedarf zu decken. Eiweiß, das bereits im Körper besteht (rund 300 bis 500 Gramm), wird außerdem jeden Tag quasi wiederverwertet.

Essentielle Aminosäuren

Besondere Aufmerksamkeit haben die essentiellen Aminosäuren verdient. Denn damit unser Körper neue Eiweißkonstruktionen herstellen kann, werden alle Aminosäuren benötigt. Da es jedoch insgesamt acht Stück gibt, die der Körper nicht selbstständig produzieren kann, müssen diese zwangsläufig über die Ernährung aufgenommen werden. Anders geht es nicht.  Welche Aminosäuren für den Mensch essentiell sind und mit welchen Lebensmitteln ihr sie aufnehmen könnt, erfahrt ihr hier:

  1. Isoleucin: Erdnüsse, Hühnchen, Cashewkerne, Erbsen, Käse, Garnelen, Linsen
  2. Leucin: Erdnüsse, Erbsen, Mandeln, Thunfisch, Hühnerbrust, Rinderleber, Sojabohnen, Käse
  3. Lysin: Orangen, Bohnen, Sellerie, Mandarinen
  4. Threonin: Karotten, Blattspinat, Papaya
  5. Valin: Thunfisch, Hefe,Hühnchen, Eier, Dinkelmehl, Haferflocken, Käse
  6. Tryptophan: Bananen, Tomaten, Spinat, Karotten
  7. Methionin: Erdnüsse, Mandeln, Erbsen, Käse, Thunfisch, Paranüsse, Eier, Rinderleber, Hühnerbrust
  8. Phenylalanin: Soja, Lachs, Eier, Kuhmilch, Kürbiskerne, Schweinefleisch

Allein an dieser Aufstellung erkennt man wunderbar, wie wichtig eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist. Wer den Speiseplan schön bunt und vielfältig gestaltet, nimmt bereits viele wichtige Nährstoffe auf!

 

Nährstoffe Teil 1: Informationen zu Kohlenhydraten

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