Nährstoffe Teil 1: Informationen zu Kohlenhydrate

Kohlenhydrate

Die drei Nährstoffe Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß stellen die Grundlage unserer Ernährung dar. Deshalb möchte ich in einer kleinen Beitragsreihe auf die positiven Effekte der drei Elemente eingehen. Heute in Teil 1: Kohlenhydrate!

Was bringen Kohlenhydrate?

Aufgrund des Diät-Wahnsinns hat der Ruf von Kohlenhydraten in den letzten Jahren extrem gelitten. Die Nährstoffe sollen dick machen und werden beim Abnehmen von vielen regelrecht aus dem Speiseplan verbannt. Dabei sind sie so wichtig. Vorausgesetzt man entscheidet sich für die richtigen Kohlenhydrate. Hier gibt es nämlich entscheidende Unterschiede. Doch dazu gleich mehr.

Zunächst einmal grundlegende Informationen: Kohlenhydrate versorgen unseren Körper mit wertvoller Energie. Unsere Muskeln und das Gehirn benötigen diese Nährstoffe, um leistungsfähig zu sein. Besonders bemerkenswert, finde ich diesen Fakt: 25 Prozent der gesamten Körperenergie braucht das Gehirn allein in Form der vielerorts negativ belasteten Kohlenhydrate! Was viele von uns daher gar nicht wissen ist, dass unser Gehirn bereits viele Kalorien verbraucht, obwohl es in Bezug auf das Körpergewicht nur einen kleinen Teil ausmacht.

Brot, Reis, Nudeln und Kartoffeln gehören zu den meist bekannten Kohlenhydrat-Lieferanten. Damit Kohlenhydrate satt machen, die schlanke Linie fördern und sinnvoll zur Leistungsfähigkeit beitragen, muss man sich auf die richtigen Vertreter dieser Nährstoffgruppe konzentrieren.

Welche Kohlenhydrate sind ideal?

Weißbrot zum Beispiel, das zusätzlich in Kombination mit Schokoladen-Brotaufstrich oder Marmelade gegessen wird, bringt einen ungünstigen Kreislauf in unserem Körper in Gang: Zunächst bekommt dieser große Zuckermengen bereitgestellt. Um diese umgehend zu verarbeiten, schüttet der Körper eine Menge Insulin aus. Schließlich muss der Zucker schnell in die Zellen! Durch diesen Prozess schnellt der Blutzuckerspiegel rasant in die Höhe. Das Problem: Er nimmt auch sehr schnell wieder ab, was zur Folge hat, dass man viel zu früh schon wieder Hunger verspürt. Zudem fühlt man sich danach schneller müde. Die aufgenommene Energie durch das Weißbrot verpufft also fix, ohne dass wir einen echten und dauerhaften Nutzen verspüren. Im Gegenteil, oft meldet sich sogar der Heißhunger und die Konzentration lässt merkbar nach.

Der Trick besteht darin komplexe Kohlenhydrate zu essen und ausreichend Ballaststoffe zu sich zunehmen. Dazu gehören Vollkornprodukte, Weizenkleie, Roggenvollkornmehl, aber auch viele Gemüse- und Obstsorten sowie Hülsenfrüchte. Beispielsweise stecken in Schwarzwurzeln, Kichererbsen, Erbsen und getrockneten Pflaumen sehr viele Ballaststoffe. Besonders effektiv ist es Vollkornprodukte mit Gemüse und Obst zu kombinieren und den täglichen Speiseplan entsprechend zu gestalten. Zum Beispiel ist es gesünder statt Nudeln aus Weizenmehl, Alternativen aus Dinkelvollkornmehl zu nehmen. Dazu ballaststoffreiches Gemüse und alles ist in Butter ; )

Ballaststoffe fördern die Verdauung und kurbeln den Stoffwechsel an. Die Faserstoffe beziehungsweise Pflanzenfasern, wie Ballaststoffe auch genannt werden,  sättigen, indem sie das Nahrungsvolumen vergrößern, aber keine zusätzliche Energie liefern. Ballaststoffe werden nahezu immer unverdaut wieder ausgeschieden. Das klingt zunächst unnütz, ist aber für den Körper extrem wertvoll. Ballaststoffe können auch die Nachteile von Kohlenhydraten bis zu einem gewissen Maß kompensieren, weil sie dafür sorgen, dass der Körper mehr Zeit hat die enthaltenen Stoffe zu verarbeiten. Der Blutzuckerspiegel steigt langsamer, wodurch Heißhungerattacken eingedämmt werden.

Warum Ballaststoffe auch einigen Krankheiten wie Diabetes, Darmkrebs oder Herz-Kreislauf-Beschwerden vorbeugen, verrät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. online.

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