Kräuter trocknen und richtig aufbewahren

Kräuter

Kräuter gibt es jetzt wieder so reichlich, dass wir kaum alles verarbeiten können. Um nichts zu verschwenden, könnt ihr Thymian, Salbei und Co. trocknen und damit haltbar machen. Heute gebe ich euch einige Tipps und Anregungen damit ihr eure Kräuter für den Vorrat fit machen könnt.

Der ideale Zeitpunkt zum Ernten

In der Zeit zwischen Mitte August und Mitte September sollen Kräuter besonders würzig und heilkräftig sein. Der Anteil an wohltuenden Inhaltsstoffen ist dann besonders hoch. Daher eignet sich dieser Zeitraum ideal, um Kräuter zu ernten und anschließend zu trocknen. Außerdem ist es sinnvoll Kräuter zu schneiden, damit sie gleichermaßen üppig nachwachsen. Um Schimmel beim Trockenvorgang zu vermeiden, solltet ihr Kräuter nie feucht nach einer Regenperiode oder morgens mit Tau ernten. Der beste Zeitpunkt ist nach einigen Tagen schönem Wetter an einem späten Vormittag.

Ernte und Trocknung

Zum Trocknen solltet ihr nur die besten Triebe verwenden. Seit bei der Auswahl ruhig etwas penibel. Die geernteten Kräuter nicht waschen! Denn dabei geht Würze verloren und die Gefahr der Keimbildung steigt. Nur etwas schütteln, um Staub und anderweitige Verschmutzungen zu entfernen. Entdeckt ihr beschädigte Pflanzenteile könnt ihr sie entfernen.

Generell kann man alle Kräuter trocken. Bei Basilikum, Dill, Kapuzinerkresse, Maggikraut (Liebstöckel), Schnittlauch, Estragon und Sauerampfer lohnt sich die Mühe aber nicht, weil der Geschmack leidet. Ideal zum Trocknen sind:

  • Thymian
  • Salbei
  • Rosmarin
  • Bohnenkraut
  • Minze
  • Melisse
  • Beifuß

Auch Blüten von Lavendel, Oregano oder Kamille könnt ihr trocknen, um den Duft einzufangen und dauerhaft zu genießen.

Zum Trocknen empfiehlt es sich die Blätter direkt von den Stielen zu entfernen und liegend zu trocknen. Bei vielen Sorten wie beispielsweise Minze wandern wertvolle Inhaltsstoffe ansonsten zurück in die Stiele, was für das Endergebnis schlecht ist. Lediglich dünn beblätterte Kräuter wie Rosmarin oder Beifuß sollten mit Stiel getrocknet werden.

Blätter einzeln nebeneinander auf einem Tablett auslegen. Als Unterlage dient Backpapier oder Küchenkrepp. Für ein bestmögliches Ergebnis sollte das Tablett an einem gut belüfteten und zimmerwarmen Ort trocknen. Sonne dürfen die Kräuter jetzt nicht mehr abbekommen. Wer die Zeit hat, wendet die Blätter jeden Tag einmal.

Die altbekannte Variante Kräuter hängend zu trocknen, ist nicht immer empfehlenswert. Wer das probieren möchte, muss die Kräuter in kleinen Bündeln aufhängen. Ein alter Dachboden oder Schopf, der nicht isoliert und sehr warm (30 °C) ist, wäre gut. Dort weht immer eine leichte Brise, was das schonende Trocknen fördert.

Vom fixen Trockenvorgang im Backofen rate ich ab. Wer keine Geduld hat, sollte es lieber lassen. Denn schnelles Trocknen bedeutet gleichzeitig, dass wertvolle ätherische Öle verschwinden.

Kräuter richtig lagern

Erst wenn die getrockneten Kräuter beim Zerdrücken rascheln und knistern, sind sie fertig. Zum Verpacken sind saubere Marmeladengläser ideal. Aber auch Gefäße aus Porzellan oder Blechdosen gehen. Plastiktüten, Baumwollbeutel oder Papiertüten solltet ihr nicht nehmen.

Tipps zur Kräuterpflege findet ihr hier.

 

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