Kleine Warenkunde – attraktive, pflanzliche Proteinquellen

Proteinquellen

Ich liebe Fleisch. Das weiß jeder, der regelmäßig bei mir am Grilltisch sitzt oder auf diesem Blog unterwegs ist. Trotzdem mache ich mir Gedanken über andere Proteinquellen, weil ein Übermaß an Fleisch sowohl uns als auch dem Klima schadet. Heute gibt’s deshalb ein paar Infos zu pflanzlichen Zutaten mit Potenzial.

Beim Verdauen von Proteinen wird mehr Energie vom Organismus verbrannt als bei Kohlenhydraten und man fühlt sich länger satt. Fleisch als Proteinquelle hat den Vorteil, dass es die hier bereits thematisierten und für den menschlichen Körper essentiellen Aminosäuren größtenteils enthält. Wer auf Steaks, Würstchen und Co. verzichten will, muss sich nach Alternativen aus der Pflanzenwelt umschauen. Hinsichtlich des Proteingehalts gibt es einige Vertreter, die mit Fleisch durchaus mithalten können.

Sojabohne – der Aminosäuren-Booster

Die Sojabohne hat einen entscheidenden Pluspunkt: Als eine der wenigen Proteinquellen der Pflanzenwelt enthält sie alle essentiellen Aminosäuren. Zum Zubereiten von eiweißreichen Gemüsegerichten eignen sich auch praktisch dosierbare Sojaflocken. Auch Bratlinge gelingen damit gut und im Müsli sorgen sie für reichlich Ballaststoffe.

Bohnen allgemein

Vegetarische Burger mit Bohnen-Bratlingen können tatsächlich richtig lecker schmecken. Voraussetzung ist ordentlich Würze und Extras für die nötige Konsistenz. Die pflanzlichen Burger-Pattys lassen sich zum Beispiel aus feurig roten Kidneybohnen herstellen. Haferflocken sorgen für Halt und Senf, Kräuter, Salz sowie Pfeffer für zusätzlich Geschmack. Besonders reich an Proteinen sind übrigens weiße Bohnen. Sie liefern mehr Eiweiß als Fleisch! Außerdem enthalten Bohnen Magnesium, Eisen, Kalzium, Mangan, Phosphor und Kalium.

Kichererbsen: Proteinquellen mit Aroma

Wie ich in diesem Beitrag bereits erklärt habe, sind Kichererbsen Grundlage für Falafel und Hummus. Gekocht, lassen sich die Hülsenfrüchte zu vielen Leckereien verarbeiten. Im Vergleich zu Weizenmehl könnt ihr damit Kohlenhydrate sparen und die Menge an gesunden Ballaststoffen steigern. Kichererbsen-Mehl ist ein praktischer Helfer zum Zubereiten von Spätzle, Pfannkuchen und Bratlingen. Auch Pizzateig lässt sich ergänzen. Zur Orientierung:

  • 75 g Kichererbsenmehl ersetzen 100 Gramm Weizenmehl
  • 20 Prozent des in Rezepten angegebenen Weizenmehls mit Kichererbsen-Mehl ersetzen, wenn Hefe im Spiel ist

Leinmehl – ohne Eigengeschmack

Dieses Mehl wird durch Vermahlen der Saat der Leinpflanze gewonnen und macht die Nährstoffe schnell verfügbar. Es ist ein guter Ballaststoff- und Eiweißlieferant. Leinmehl quellt gut, ist geschmacksneutral und vielfältig verwendbar. Ihr könnt es in Müsli, Shakes, Proteindrinks, Smoothies, Pfannkuchen und Bratlinge mixen. In klassischen Rezepten ersetzt Leinmehl bis zu 20 Prozent Getreidemehl.

Schreibe einen Kommentar