Informationen Zusatzstoffe – Das solltet ihr wissen

Zusatzstoffe

Ohne Zusatzstoffe scheint die moderne Lebensmittelindustrie nicht mehr auszukommen. Zusatzstoffe machen nicht nur haltbar, sie sorgen auch dafür, dass die Butter streichfähig wird oder Käse eine schöne Farbe bekommt. Was ihr zum Thema wissen solltet und welche Lebensmittel per Gesetz keine Zusatzstoffe enthalten dürfen, erfahrt ihr nachfolgend.

Zusatzstoffe in der EU

Derzeit gibt es in der EU insgesamt 323 zugelassene Zusatzstoffe. Sie dienen der Lebensmittelindustrie dazu die Produktion von Lebensmitteln zu vereinfachen. Sie können dazu genutzt werden den Geschmack zu verbessern nachdem Herstellungsverfahren diesen verschlechtert haben und um Lebensmittel haltbar zu machen.

Zur Herstellung von Zusatzstoffen stehen zwei Möglichkeiten bereit: Entweder durch pflanzliche und tierische Substanzen oder künstlich. Oft sieht man es Lebensmitteln aus dem Supermarkt nicht an, dass sie Zusatzstoffe entahlten. Ein Blick auf die Zutatenliste gibt Auskunft. Dort müssen sämtliche Stoffe aufgeführt sein.

Klassenname

Auf den Zutatenlisten werden Zusatzstoffe bestimmten Klassennamen zugeordnet. Dies können sein:

  • Konservierungsstoff
  • Farbstoff
  • Säuerungsmittel
  • Süßstoff
  • Geschmacksverstärker
  • Antioxidationsmittel

Ergänzt wird der Klassenname durch die dazugehörige E-Nummer. Das E besagt, dass der Zusatzstoff getestet und zugelassen ist, europaweit. Mit der Ziffer hinter dem E wird der entsprechende Zusatzstoff angegeben.

ADI-Wert

Die Europäische Behörde für Lebensmittelrecht ist für die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Zusatzstoffen zuständig. Mit dem acceptable daily intake, dem ADI-Wert, ermittelt die Behörde die für einen Menschen unbedenkliche Tagesdosis. Diese Dosis könnte ein Mensch jeden Tag das ganze Leben über zu sich nehmen, ohne ein Gesundheitsrisiko in Kauf nehmen zu müssen.

Emulgatoren

Emulgatoren findet man im Supermarkt sehr häufig auf Zutatenlisten. Zumindest wenn man sich etwas intensiver mit den Inhaltsstoffen auseinandersetzt. Emulgatoren erlauben es Wasser und Öl miteinander zu mischen. Das ist ohne Zusatzstoff unmöglich. Wasser und Öl lassen sich auf natürlichem Weg niemals miteinander verbinden. Selbst wenn man stundenlang rührt ; ) Beide Substanzen werden immer voneinander getrennt bleiben. Um dieses „Problem“ zu lösen, greift die konventionelle Lebensmittelindustrie zu Emulgatoren. Lecithin ist einer davon und wird aus Erdnüssen, Mais und Sojabohnen hergestellt. Emulgatoren findet ihr zum Beispiel in Margarine und Mayonnaise.

Verzicht auf Zusatzstoffe

Angesichts zunehmender Beschwerden wie Allergien und Unverträglichkeiten stehen immer mehr Verbraucher Zusatzstoffen kritisch gegenüber. Wenn auch ihr darauf verzichten wollt, müsst ihr euch auf frische Lebensmittel konzentrieren. Das bedeutet beispielsweise statt Fertigjoghurt den Naturjoghurt zu nehmen und selbst frische Früchte hineingeben. Oder auch Brot selbst backen, Fruchtschorle selbst mischen aus Direktsaft und Mineralwasser sowie Soßen selbst zubereiten.

Bio-Produkte

Bei Bioprodukten sind von den insgesamt 323 in der EU zugelassenen Zusatzstoffen „nur“ 44 erlaubt. Antioxidationsmittel, Emulgatoren und Konservierungsstoffe dürfen in Bio-Produkten nur dann vorkommen, wenn das Lebensmittel ohne nicht hergestellt beziehungsweise haltbar gemacht werden kann.

Gesetzlich ohne Zusatzstoffe

Es gibt tatsächlich noch Lebensmittel, die vom Gesetzgeber aus keinerlei Zusatzstoffe enthalten dürfen. Diese sind:

  • Honig
  • Mineral- und Quellwasser
  • Kaffeepulver
  • Kefir, Sauermilch, Molke (jeweils frei von Frucht)
  • Milch
  • Naturjoghurt
  • Quark
  • saure Sahne
  • Buttermilch
  • Eier
  • Crème fraîche
  • Sprossen
  • Keime
  • Nüsse
  • frisches Obst (ungewachst)
  • frisches Gemüse
  • Getreide
  • Hülsenfrüchte
  • Samen
  • getrocknete Nudeln
  • Reis
  • Pflanzenöl

Diese Liste kann euch als hilfreiche Orientierung dienen, wenn es darum geht die Ernährung möglichst frei von Zusatzstoffen zu gestalten.

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