Im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung – jeder kann ein Retter sein!

Lebensmittelverschwendung

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Ein Tag, der an die Gründung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1948 erinnert. Jedes Jahr wird auf ein anderes Gesundheitsthema aufmerksam gemacht. 2019 geht es vorrangig um die universelle Gesundheitsversorgung. Die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e. V. ist für die Organisation des deutschen Weltgesundheitstags zuständig. Beim Stöbern auf dessen Internetpräsenz bin ich auf einen Artikel zur globalen Ernährung gestoßen, in dem die Lebensmittelverschwendung angesprochen wird. Passend dazu ein Tipp, wie ihr dagegen vorgehen könnt.

Gesunde Ernährung für globale Gesundheit

Auch wenn wir uns inzwischen im 21. Jahrhundert befinden, kommt das Grundrecht auf Gesundheit leider noch immer nicht allen Menschen zugute. Allein die Tatsache, dass jeden Tag (!) knapp 15.000 Kinder unter fünf Jahre sterben, ist erschütternd. Wie die Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung online berichtet, könnte laut Experten der EAT-Lancet Commission durch eine Änderung von Ernährungsgewohnheiten verhindert werden, dass rund elf Millionen Menschen ernährungsbedingt frühzeitig an chronischen, nicht übertragbaren Krankheiten sterben. Derartige Krankheiten seien weltweit für zwei Drittel sämtlicher Todesfälle verantwortlich. Die EAT-Lancet Commission setzt sich aus 37 Experten aus 16 Ländern zusammen. Im EAT-Lancet Commission Summary Report empfehlen Wissenschaftlicher, dass sich eine gesunde Ernährung folgendermaßen zusammensetzen sollte:

  • Vielfalt pflanzlicher Nahrungsmittel
  • kleine Mengen tierische Nahrungsmittel
  • mehr ungesättigte als gesättigte Fette
  • Getreide mit geringem Ausmahlungsgrad
  • stark Verarbeitetes und Zucker nur selten

Alternatives Shoppen gegen Lebensmittelverschwendung

Außerdem erklärt die Kommission, dass die Lebensmittelverschwendung mindestens halbiert werden muss, um die Weltbevölkerung gesund und nachhaltig ernähren zu können, die bis im Jahr 2050 auf etwa 10 Milliarden Menschen ansteigen wird. Dass die Lebensmittelindustrie hier einen Großteil beitragen muss, steht außer Frage. Es herrschen viele Missstände. Allein Privathaushalte in Deutschland entsorgen jährlich 4,4 Millionen Tonnen Lebensmittel. Hinzu kommen Millionen Tonnen Produkte, die auf dem Müll landen, weil sie nicht rechtzeitig verkauft werden und das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abläuft. Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, um dem verschwenderischen Umgang ein Ende zu bereiten.

Viele abgelaufene Lebensmittel oder solche mit kurzem MHD sind zu schade zum Wegwerfen. Das haben sich auch Unternehmen wie Leckerposten, FoodOutlet24.de oder sirplus.de gedacht. Sie retten Lebensmittel und machen sie Verbrauchern zugänglich. In ihren Onlineshops oder stationären Läden könnt ihr sehr günstig einkaufen und euch gleichzeitig aktiv gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen. Übrigens ist das Verkaufen abgelaufener Produkte legal, solange Händler darauf hinweisen. PULS erklärt, wie das Prinzip der Lebensmittelrettung funktioniert und gewährt gemeinsam mit dem Berliner Startup Sirplus Einblicke in den Alltag der Retter:

Außerdem hat PULS, ein Kanal des Bayerischen Rundfunks fünf einfache Tipps arrangiert, womit ihr Lebensmittel vor der Tonne bewahrt. Macht euch schlau!

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Informatives zur WHO

Die World Health Organization, zu Deutsch Weltgesundheitsorganisation, wurde am 7. April 1948 gegründet und ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Sie dient dem Zweck das öffentliche Gesundheitswesen auf internationaler Ebene zu koordinieren und hat ihren Sitz in Genf.

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