Grillkäse: Informationen, Tipps und Rezeptidee

Grillkaese

Was tun, wenn man weder Fleisch noch Fisch isst? Auf dem Grill sieht es dann zunächst mager aus. Grillkäse ist für viele eine beliebte Alternative. Doch was ist Grillkäse überhaupt und wie bereitet man ihn richtig zu? Hier findet ihr Tipps und Tricks. 

Informatives zu Grillkäse

Die Grundlage für Grillkäse ist Ziegen-, Kuh- oder Schafsmilch. Auch Mixturen aus diesen Milchsorten sind möglich. Die wichtigste Frage, die sich bei Grillkäse natürlich stellt: Wieso schmilzt er durch die Hitze nicht davon? Jeder andere Käse wäre in Sekunden flüssig! Der zyprische Halloumi, der als Grillkäse verkauft wird, ist ein halbfester Käse aus den genannten Milchsorten.  Genau genommen handelt es sich bei dieser Käsesorte um eine Urform des Käses, die bereits im 16. Jahrhundert erwähnt wurde. Ob der Käse von den alten Ägyptern oder den Arabern erfunden wurde, ist nicht ganz geklärt. In Mittelmeerländern gehört er bis heute auf die Liste der Spezialitäten. In Zypern serviert man den Halloumi zum Beispiel standardmäßig mit selbst gemachten Pommes.

Die Herstellung

Die besondere Herstellung macht es möglich, dass der Grillkäse erhitzt werden kann ohne zu schmelzen: Milch wird mit Sahne zunächst auf Körpertemperatur gebracht. Anschließend kommen verdünntes Lab und Salz dazu. Nach rund 45 Minuten wird die Käseschicht geteilt und kurz erhitzt. Durch einen Sieb wird die Molke gegossen und kraftvolles Ausdrücken der Masse, erlaubt das Formen in Quadrate.  Jetzt darf der Käse ruhen. Anschließend folgt eine zehnminütige Kochzeit. Dabei wird der Käse in Molke gelegt. Nachdem Kochen wird der Käse von der Molke getrennt und in Form gedrückt. Das gibt dem Grillkäse seine typische Form.

Moderne Sorten

Heute wird Grillkäse in der Regel industriell hergestellt. Die Vielfalt an Produkten ist groß. Einige Hersteller verkaufen ihren Grillkäse in mehreren Geschmacksrichtungen wie „Natur“ oder „Mediterran“. Die naturbelassenen schmecken nicht immer gut. Manche sind sehr salzig oder quietschen beim Kauen. Es gibt aber auch Varianten, die ohne diese Nachteile auskommen und wirklich gut schmecken. Das habe ich mir von Grillkäse-Experten aus dem Bekanntenkreis sagen lassen ; )

Menschen mit Laktoseintoleranz müssen auf Grillkäse nicht verzichten! Es gibt bereits laktosefreie Varianten (Beispiel von „Rougette„). Eine pflanzliche Alternative gibt es auch schon. Er nennt sich „VegiBelle“ und ist im Grunde gar kein Käse. Das Produkt wird nicht mit Milch sondern mit Sojabohnen hergestellt. Wie der schmeckt, müsst ihr selbst testen ; )

Tipps zum Verzehr

Grillkäse sollte immer möglichst direkt vom Grill gegessen werden, da er an Geschmack verliert und zäh wird sobald er abkühlt. Auch das Quietschen wird dann stärker. Besonders saftig bleibt er, wenn man ihn indirekt grillt. Das könnt ihr mit einer Grillschale aus Edelstahl erreichen. Mit Pergament-Papier kann man den Käse auch gut einwickeln und damit an Stellen auf dem Rost legen, die nicht ganz so heiß werden. Besonders lecker schmeckt Grillkäse mariniert mit gutem Öl und Kräutern. Baguette und Salate lassen sich mit dem Käse wunderbar ergänzen.

Rezept mit Bärlauchpesto

Zutaten:

Zubereitung:

Für die Grillkäse-Marinade mischt ihr Pesto, Zitronensaft, Sirup und Sojasoße nach eurem Geschmack. Der Anteil an Sojasoße und Zitronensaft sollte dabei am höchsten sein, dann folgt das Pesto und mit dem Sirup möglichst sparsam sein. Ein Teelöffel reicht.

Den Grillkäse schneidet ihr in rund ein Zentimeter dicke Scheiben und pinselt ihn mit der Marinade rundum ein. Anschließend auf dem heißen Grill von beiden Seiten jeweils rund vier Minuten grillen. Legt ihn nie ohne Unterlage auf den Grill. Von Alufolie rate ich aber ab. Greift zum Pergament-Papier oder gleich zur Edelstahl-Grillschale.

Noch mehr Rezeptideen habe ich unter lecker.de entdeckt.

Besonders gut passt außerdem gegrilltes Gemüse zum Grillkäse. Ein Rezept und praktische Tipps findet ihr unter den Links.

Wünsche euch viel Spaß beim Testen und Genießen : )

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