Flüssige Früchte – Informationen zu Fruchtsaft

Fruchtsaft

Saft ist nicht gleich Saft. Das wird besonders beim Vergleich von verschiedenen Saft-Typen deutlich. Doch worin besteht der Unterschied zwischen Direktsaft, Nektar und Co? Ich erläutere es euch und habe weitere Informationen zum Thema zusammengefasst. 

Saft-Arten im Vergleich

In jedem Supermarkt ist die Vielfalt an Fruchtsäften groß. Von Direktsaft über Fruchtsaft-Getränke bis hin zu Smoothies reicht das Angebot. Doch wisst ihr auch, wie hoch der Fruchtanteil tatsächlich ist und in welchen Produkten Zucker enthalten ist? Falls nicht kann euch die folgende Liste weiterhelfen. Sie enthält die wichtigsten Fakten:

  • Smoothie -> Inhalt: pürierte Früchte / Art: Fruchtmus verdünnt / Zucker: erlaubt / Zusätze: erlaubt (Begriff Smoothie ist bislang nicht lebensmittelrechtlich geschützt)
  • Fruchtschorle -> Inhalt: Fruchtanteil in der Regel 50% / Art: Saft verdünnt / Zucker: erlaubt / Zusätze: Wasser, Farbstoffe, Aromen möglich
  • Fruchtsaftgetränk -> Inhalt: Fruchtanteil 6-30 % / Art: verdünnt, gemischt / Zucker: erlaubt / Zusätze: Wasser, Farbstoffe, Aromen möglich
  • Nektar -> Inhalt: Fruchtanteil 25-50 % /  Art: verdünnt, gesüßt / Zucker: bis zu 20% / Zusätze: frei von Konservierungs- und Farbstoffen
  • Direktsaft -> Inhalt: Fruchtanteil: 100% / Art: direkt gepresst / Zucker: ohne / Zusätze: ohne Konservierungs- und Farbstoffe
  • Saft aus Konzentrat -> Inhalt: Fruchtanteil 100% / Art: konzentriert, rückverdünnt / Zucker: ohne / Zusätze: ohne Konservierungs- und Farbstoffe

Wenn ihr also einen dieser Begriffe auf einem Saft entdeckt, könnt ihr nachvollziehen, um welchen Saft-Typ es sich handelt und wie gesund dieser ist.

Was ist gesünder?

Fruchtsäfte müssen laut Gesetz zu 100% aus „flüssigen Früchten“ hergestellt werden. Hierbei wird zwischen folgenden beiden erlaubten Produktionsverfahren unterschieden:

  1. Direktsaft: Hierbei werden reife Früchte direkt gepresst. Abhängig vom Land, in dem die Frucht gepresst wird, erfolgt das Abfüllen entweder vor Ort oder in Deutschland.
  2. Säfte aus Konzentrat: Hier wird dem Saft das Aroma entzogen und anschließend der Saft durch den Einsatz von Kälte, Hitze oder Vakuum angedickt. Das daraus resultierende Konzentrat wird wiederum rückverdünnt und als Saft aus Konzentrat verkauft. Diese Vorgehensweise wird oft eingesetzt, um den Transport zu erleichtern.

Da aufgrund der Behandlung beim „Saft aus Konzentrat“ der Vitamingehalt verringert wird, ist Direktsaft immer gesünder.

Warum wird gemischt?

Nicht immer ist es geschmacklich sinnvoll Säfte aus 100% Frucht zu produzieren. Während Früchte wie Bananen oder Aprikosen zum Beispiel zu wenig Wasser enthalten, um einen ordentlichen Saft herzustellen, sind Obstsorten wie Sauerkirschen einfach zu säurereich. 100%-Säfte würden da gar nicht schmecken. Erst durch die Kombination mit Wasser und Süße werden sie lecker.

Außerdem: Laut EU-Öko-Verordnung unterliegen Bio-Säfte einer zertifizierten Produktionskette. Hier wird auf Pestizide beim Fruchtanbau verzichtet und die Verarbeitung erfolgt schonender. Um Bio-Saft haltbar zu machen, werden Früchte pasteurisiert.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar