Fingerfood fürs Baby – Tipps und Empfehlungen

Fingerfood fürs Baby

Da Fingerfood nicht nur auf Partys bei Erwachsenen gut ankommt, sondern auch bei den Kleinsten, habe ich nachfolgend einige Tipps und Empfehlungen  zum Thema „Fingerfood fürs Baby“ zusammengestellt.

Allgemeines zu Fingerfood fürs Baby

Wenn es darum geht Babys spielerisch an Beikost zu gewöhnen, eignet sich Fingerfood ideal. In Stücke und Sticks geschnitten können schon die Kleinsten damit beginnen diverse Lebensmittel zu probieren. Durch anfassen und knabbern werden sie ideal an die feste Nahrung herangeführt. Da bekannt ist, dass Babys von Natur aus nur das essen was sie brauchen, ist es sinnvoll mehrere Lebensmittel bereit zu stellen. Babys greifen automatisch zu den Dingen, die ihr Körper gerade benötigt und führen es zum Mund. Diese natürliche Entdeckungsphase beim Essen sollte gefördert werden.

Wann mit festem Fingerfood begonnen wird, hängt vom Baby ab. Manche nuckeln länger am Essen bevor sie Stückchen essen können, andere wiederum greifen relativ früh zu festen Bestandteilen. Es ist allerdings völlig normal, dass zunächst Stücke im Mund durch Nuckeln und Zerdrücken aufgeweicht werden. Babys müssen das Kauen erst lernen.

Grundsätzlich kommt es bei vielen Babys sehr gut an wenn sie während der Stillzeit feste Nahrung als Ergänzung erhalten. Der Nachwuchs entscheidet auf diese Weise selbst wann die Stillphase zu Ende ist und der Übergang fällt oft leichter. Schließlich kann man ein Baby nicht überfüttern, es bestimmt selbstständig wann genug ist. Und so funktioniert es auch mit Fingerfood. Zudem gibt es genug Möglichkeiten mit relativ weichen Lebensmitteln anzufangen, um dann nach und nach zu festeren Lebensmittel überzugehen.

Vorteile von Fingerfood

Nachfolgend eine Übersicht der Vorteile, die von Fingerfood fürs Baby ausgehen:

  • Babys lernen Nahrungsmittel früh in ihrer ursprünglichen Form und Farbe kennen
  • Babys lernen den ursprünglichen Geschmack von Lebensmitteln früh kennen, in Brei ist alles vermischt und es fällt den Kleinsten schwer einzelne Aromen herauszuschmecken. Babys wachsen ohne Zusatzstoffe auf
  • Babys werden nicht mit Zwängen und Druck ernährt
  • Babys können ein gesundes Sättigungs- und Hungergefühl entwickeln
  • Eltern können am Tisch selbst in Ruhe essen während das Baby Essen probiert und isst
  • natürliches, schonendes abstillen
  • Hand-Mund-Koordination, Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit werden gefördert

Tipps zur Vorgehensweise

  • normale Esszeiten der Familie einhalten
  • Baby sollte durch das Stillen halbwegs satt sein, damit es sich besser auf die feste Nahrung konzentrieren kann
  • mit Fingerfood beginnen solange Muttermilch die Hauptnahrungsquelle ist
  • mit weichem Obst und Gemüse anfangen für einen langsamen und schonenden Übergang, schließlich muss sich auch die Verdauung nach und nach umgewöhnen
  • die Stücke so zuschneiden, dass sie gut zu greifen sind
  • auf Fertigprodukte, Süßigkeiten und Würze verzichten
  • wenn das Baby nicht mehr möchte keine Überzeugungsarbeit leisten, das Baby wird sich nehmen was es möchte und sollte aufhören dürfen, wenn genug ist
  • Babys sollten das Ess-Tempo selbst bestimmen dürfen, nehmt euch Zeit
  • Falls das Baby zu Brei greift, ist das natürlich ok. Grundsätzlich ist probieren das Zauberwort. Es gibt nicht DIE Lösung für alle Eltern und Babys!
  • keine harten Nahrungsmittel anbieten wie Nüsse
  • Babys sollten aufrecht sitzen oder auf den Schoß genommen werden
  • Babys mit Fingerfood immer beaufsichtigen!

Empfehlungen

Beim Zusammenstellen von Fingerfood sind sich viele unsicher. Ein Beispiel für Finderfood für Babys mit sechs Monaten sind zum Beispiel geschälte, reife Birnen in Stücken geschnitten. Auch weiches Toast mit etwas Butter wäre eine Idee. Im Alter zwischen sieben und neun Monaten können Babys bereits Dinge filigraner mit Hilfe von Daumen und Zeigefinger greifen, während sie zuvor mit der ganzen Faust zupacken. Hier ein paar Vorschläge für Fingerfood fürs Baby:

  • Avocado: schön weich, geschält und klein geschnitten ein Leckerbissen
  • Apfel, Pfirsich und Birnen: schälen und klein schneiden, gesund und süß
  • weich gegarte Süßkartoffeln oder Karotten
  • reife Bananenstückchen
  • Melonenstücke
  • weiches Brot
  • gekochte Nudeln
  • weiche Haferflocken
  • geschälte Salatgurken
  • milde Käsestücke

Verzichtet aber auf Kekse oder ähnliches und stellt Babys ausschließlich natürliche Lebensmittel ungewürzt und ungesüßt zur Verfügung. Kauft saisonal und altersgerecht ein. Gemüse und Obst stets gründlich waschen, putzen und je nach dem um was es sich handelt, schonend dünsten oder garen. Um den Bedarf an Fett von Babys zu decken, könnt ihr Gemüse mit etwas Öl benetzen oder Mandelmus geben. Auch die Avocado ist ideal als Fettlieferant. Ungeeignet sind harte, zu feste und runde Lebensmittel wie Oliven, Trauben, harte Äpfel, Birnen, rohe Karotten und Co.

 

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