Fasten – Tipps und Wissenswertes

Fasten

Im Laufe des Jahres muss der Körper und insbesondere die Verdauung einiges mitmachen. Besonders die Weihnachtszeit und auch Fasching hinterlassen ihre Spuren. Nun hat die Fastenzeit begonnen und ich möchte die Gelegenheit nutzen, um euch einige Tipps zum Fasten zu geben. Zudem habe ich interessante Informationen zum Thema zusammengestellt.

Fasten zur Entgiftung

Plätzchen, Gänsebraten, Sauerkraut, Schokolade, Glühwein und Co. Alles feine Leckereien auf die wir in den Wintermonaten nicht verzichten wollen. Doch kennt ihr dieses Gefühl im Frühjahr, wenn alles zu viel wird und der Magen streikt? Irgendwann ist bei vielen ein Punkt erreicht, wo der Körper überlastet ist. Die vergangenen Monate zehren am Organismus und verlangen den Organen einiges ab. Fasten kann eine Lösung sein, um Giftstoffe loszuwerden, die sich im Laufe der Zeit ablagern.

Grundsätzlich versteht man unter dem Begriff Fasten, während eines bestimmten Zeitraums auf gewisse Nahrungsmittel beziehungsweise Genussmittel zu verzichten. Die traditionelle Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch und endet an Ostern. Natürlich gibt es aber keine vorgeschriebene Dauer oder einen fixen Zeitpunkt. Wann und wie lange man fastet, ist jedem selbst überlassen. Allerdings gibt es Richtwerte, um dem Körper nicht zu schaden.

Methoden zum Fasten

Es gibt verschiedene Methoden beim Fasten. Eine davon ist beispielsweise die Schrothkur. Dabei muss nicht auf Essen verzichtet werden. Trotzdem wird der Körper entgiftet und entsäuert. Diese Methode wird in Kureinrichtungen angeboten und wurde von Johann Schroth vor mehr als 180 Jahren entwickelt. Geprägt ist die Ernährung von gedünstetem Gemüse, Getreidebreien, Aprikosen und Pflaumen. Schwitzkuren und feuchte Wickel gehören ebenfalls dazu.

Die Buchinger-Methode sieht nach einer gründlichen Darmreinigung eine fünf bis zehn Tage lange Fastenkur vor. An diesen Tagen wird keine Nahrung aufgenommen, sondern nur getrunken. Franz-Xaver Mayr. erfand die F.-X.-Mayr-Kur, bei der der Darm täglich mit Glaubersalz in Kontakt kommt und auf diese Weise gereinigt wird. Spezielle Bauchmassagen sollen die Verdauung und Ausscheidung anregen. Diese Kur soll das Magen-Darm-System entlasten und sanieren.

Diese drei Heilfastenvarianten sind ohne Zweifel relativ drastisch. Ihr müsst natürlich nicht gleich zu solchen Methoden greifen und könnt das Fasten auch etwas lockerer angehen. Es gibt ja keine festen Vorschriften. Jeder fastet anders und es aufgrund kultureller und religiöser Ansichten bestehen zahlreiche Auslegungen. Manche verzichten auf Alkohol und Süßigkeiten, andere wiederum lassen Fleisch komplett weg. Für welche Methode ihr euch auch entscheidet, es gibt gewisse Punkte, auf die ihr achten solltet.

Vorbereitungsphase

Die Vorbereitung auf die Fastenzeit ist unerlässlich, um den Körper zu schonen und nicht zu überfordern. Bevor ihr in eure persönliche Fastenzeit startet, solltet ihr mindesten zwei Tage zuvor leichte Menüs zu euch nehmen. Lasst Fleisch und Alkohol weg und konzentriert euch auf schonend gedünstetes Gemüse. Außerdem muss der Darm komplett entleert werden. Das ist zwar nicht besonders angenehm, aber viele Experten schwören darauf und bestätigen, dass sich diese Maßnahme maßgeblich auf den Erfolg des Fastens auswirkt. Mit Glaubersalz könnt ihr den Prozess vereinfachen und die Organe entlasten.

Erst Ruhe dann Bewegung

Der Körper wird beim Fasten in einen Ruhemodus umschalten. Durch die krasse Umstellung werdet ihr euch müde fühlen. Beginnt am besten am Wochenende mit Fasten und gönnt euch viel Ruhe. Bereits nach drei bis vier Tagen wird der Körper wieder fitter und ihr könnt mit leichtem Sport beginnen. Während der gesamten Fastenzeit müsst ihr viel Trinken. Drei Liter sind angebracht! Pro Tag sollte eine gute klare Gemüsebrühe auf dem Fastenplan stehen. Schließlich benötigt euer Körper trotz des Fastens gewisse Nährstoffe.

Wer darf fasten?

Durch Fasten verbessern sich die Blutwerte oft extrem. Daher macht es durchaus Sinn zu fasten und den Körper von allem unnötigen Ballast zu befreien. Fasten kann jeder gesunde Mensch, der keine verschreibungspflichten Medikamente einnimmt. Ansonsten ist die Absprache mit einem Arzt dringend erforderlich. Alte Menschen, Kinder sowie Menschen mit Depressionen oder Herzkrankheiten sollten nicht fasten!

Wie lange fasten?

Von dauerhaften und unkontrolliertem Fasten raten Experten einstimmig ab. Denn die fehlenden Nährstoffe können den Körper stark schädigen. Außerdem darf Fasten nicht als Ersatz oder Alternative zu Diäten angesehen werden. Es geht nicht darum konkret abzunehmen, sondern den Körper zu reinigen. Wer keine Erfahrung hat, sollte keinesfalls länger als drei bis sieben Tage fasten.

Aufbauphase

Während dem Fasten stellt sich der Körper um. Der Stoffwechsel wird reduziert, weil der Körper die Fastenzeit als Mangelphase einstuft. Um den Magen-Darm-Trakt nach dem Fasten nicht zu überfordern und gnadenlos dem Jojo-Effekt ausgeliefert zu sein, müsst ihr es langsam angehen lassen und den Organismus vorsichtig an feste Nahrung gewöhnen. Eine schonende Aufbauphase gehört zum Fasten wie die Vorbereitungsphase. Wenn ihr sechs Tage gefastet habt, sollte die Aufbauphase mindestens zwei Tage dauern. Leicht verträgliche Lebensmittel wie Kartoffeln sollten dann gegessen werden. Auf Fleisch und alles was bläht wie beispielsweise Kohl ist zu verzichten.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Erfolg beim Fasten und ein sonniges Wochenende!

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2 Kommentare

  • Hallo,ich habe mal eine Frage. Ich hatte im letzten halben Jahr einen psychischen Absturz wo ich erst kleine Mengen aß und dann ca eine Woche nichts und dann wieder ganz wenig was zur Folge hatte dass ich nun unterernährt und untergewichtig bin. habe dann wieder angefangen in kleinen Portionen dann gesteigert in größere Portionen wo ich aber nicht von zunahm weshalb ich jetzt wieder in einen 2-3-4 Stunden Rhythmus drin bin. der Magen kommt nur noch nicht so hinter her mit der Verarbeitung an Kohlenhydraten weshalb Mittagessen nur eine kleine Portion reinpasst und Mehrkornbrot auch lange brauch zum verdauen. Trinken passt daher auch nicht viel rein. Was kann ich tun dass mein Magen sich wieder an viel Kohlenhydrate gewöhnt und der Stoffwechsel wieder normal wird und ich wieder auf normale Portionen komme?
    Zurzeit esse ich viel Sandwichbrot,Buttertoast,Graubrot, Kartoffeln,Kartoffelbrei,Spinat,Tomaten,Apfel,Nudeln,Schokolade. Steigere das langsam aber alles in kleinen Portionen noch da mein Magen noch nicht so hinter her kommt da ihm viele Nährstoffe fehlen und durch viel Brot und viele Portionen schaffe ich auch nur Stücke von Obst und Gemüse und noch keinen ganzen oder halben Apfel.

    – Michiru

    • Hallo Michiru,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Du bist sicherlich auf dem richtigen Weg, wenn du deine Verdauung langsam und schonend wieder an eine „normale“ Ernährung gewöhnen möchtest. Deinen Schilderungen zufolge würde ich aber behaupten, dass deine jetzige Ernährung deinen Organismus nach wie vor nur unzureichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt.

      Da ich mich in Bezug auf eine Nahrungsumstellung und -umgewöhnung bei einer vorliegenden Unterernährung nicht auskenne, würde ich dir raten Kontakt mit deinem Arzt aufzunehmen. Vielleicht kann dir dein Hausarzt einen guten Ernährungsberater empfehlen, der für dich einen individuellen Ernährungsplan erarbeitet. Ich möchte hier ungern eine Empfehlung aussprechen, die für dich individuell aber ungeeignet sein könnte und dir möglicherweise sogar schadet…

      Ich wünsche dir alles Gute.

      Viele Grüße Guido

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