Dry Rub selber machen

Dry Rub

Endlich ist es wieder soweit: Die Grillsaison ist eröffnet und es kann angegrillt werden! Das schöne Wetter hat mich veranlasst ein paar Informationen zu Dry Rubs zusammenzutragen. Denn darin liegt oft das Geheimnis von perfektem Fleisch. Egal ob beim Grillen oder Smoken!

Was sind Dry Rubs?

Manche von euch werden den Begriff „Dry Rub“ zum ersten Mal lesen. Gemeint ist damit eine Trockenwürze, die zum Würzen von Fleisch verwendet wird. Auch Shrimps, Fischfilets oder ähnliches erhalten durch das Trockengewürz ein fantastisches Aroma. Als Alternative zu öligen und flüssigen Marinaden bieten Dry Rubs den entscheidenden Vorteil, dass nichts in die Glut tropft und dadurch auch kein ungesunder Fettbrand entsteht. Ein weiterer angenehmer Vorteil gegenüber Marinaden ist, dass beim Grillen und Smoken durch Dry Rubs eine leckere Kruste entsteht. Allerdings sollten Dry Rubs immer dezent und nicht übertrieben verwendet werden.

Zusammensetzung der Dry Rubs

Auf der Suche nach attraktiven Rezepten von Dry Rubs werdet ihr auf zahlreiche Varianten stoßen. Als Faustregel könnt ihr euch merken, dass ein Dry Rub unter anderem aus zwei Grundzutaten besteht: Salz und Zucker. 1/3 Salz und ein knappes Drittel Zucker sind dabei gängig. Hinzu kommt 1/3 Gewürze. Die Gewürzmischung stellt ihr nach eigenem Geschmack her. Ihr braucht hier keinen Vorgaben nachgehen. Verlasst euch auf euren Geschmack und eure Kreativität. Probiert verschiedenes aus, um die perfekte Mischung zu erhalten.

Nur eines muss beim Dry Rub immer gegeben sein: Alle Gewürze werden in getrockneter Form verwendet. Neben Kreuzkümmel eignen sich Chili- und Paprikapulver sowie Knoblauchpulver ideal. Zum Abrunden könnt ihr Ingwer, Zimt, Curry, Piment, Thymian oder Muskat verwenden. Haltet euch beim Zusammenstellen an die 4-Komponenten-Regel:

  1. Salz – verleiht dem Rub Geschmack
  2. Süße – weißer / brauner Zucker sorgt für die süße Komponente
  3. Gewürzbasis – ist relativ neutral (Beispiel Paprika)
  4. Gewürzabschluss – sorgt für das gewisse Etwas (z.B. Zimt, Curry, Muskat)

Ich empfehle euch eine größere Menge vom Dry Rub herzustellen. So müsst ihr nicht bei jedem Grillen neu anfangen. Einfach mehr davon mischen und in ein verschließbares Glas abfüllen. Sobald sich Gäste ankündigen oder ihr Lust auf saftiges Fleisch habt, könnt ihr dieses kurzfristig würzen und vorbereiten.

Tipps zur Verwendung

Vor dem Grillen Dry Rub zweimal auftragen. Leicht einmassieren und das Fleisch in Frischhaltefolie packen. Mindestens einen Tag kühl stellen und ziehen lassen. Fisch und Co. höchstens 60 Minuten einwirken lassen. Beim Einmassieren am besten Einmalhandschuhe tragen. Ansonsten habt ihr mehr Rub an den Händen als am Grillgut.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert für große Fleischstücke grobkörnige Zutaten für das Rub zu verwenden und bei kleinen Teilstücken feine. Grob gemahlene Gewürze geben ihren Geschmack über einen längeren Zeitraum ab. So können die Aromen auch bis tief ins Fleischstück vordringen.

Am kommenden Mittwoch folgt ein feines Smoke-Rezept mit passendem Dry Rub!

 

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