Chia-Samen – Wissenswertes zum Superfood

Chia-Samen

Chia-Samen wird immer häufiger als Superfood bezeichnet. Der Grund: Seine Inhaltsstoffe sollen besonders gute Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Ich habe einige der wichtigsten Fakten zusammengetragen, um euch über den teuersten Samen der Welt ein wenig aufzuklären : )

Fakten zu Chia

Aus Mexiko und Guatemala stammt der Chia-Samen ursprünglich. Mittlerweile wird er für die kommerzielle Verwendung in Mexiko, Südostasien, Australien und Südamerika angebaut. Übermäßigen Regen mag die Pflanze nicht, weshalb der Anbau in unseren heimischen Gärten eher schwierig ist. Unmöglich ist die erfolgreiche Ernte aber nicht ; )

Der botanische Namen für den Mexikanischen Chia lautet Salvia hispanica. Der Samen davon ist auch derjenige, der derzeit einen regelrechten Boom erfährt. Die Pflanze selbst gehört zur Lippenblütler-Familie und zur Gattung des bekannten Salbei. Die Pflanze, die den populären Chia-Samen produziert, kann bis zu 1,75 Meter hoch werden und bringt interessante weiße oder blaue Blüten hervor. Auch ein Lila-Ton kann vorkommen. Chia-Samen ist gerade einmal rund zwei Millimeter lang und kann schwarz oder weiß sein. Bezüglich des Nährstoffgehalts gibt es aufgrund der Farbe keinerlei Unterschiede. Oft handelt es sich um einen Mix aus grau, schwarz und weiß.

Bereits bei den Maya und Azteken diente Chia als Grundnahrungsmittel. Sie gingen davon aus, dass der Chia-Samen die Leistungsfähigkeit, sowohl geistig als auch körperlich, steigern würde und die Ausdauer optimiere. In verschiedenen Berichten über das Lebensmittel heißt es, dass laut den Maya ein Teelöffel der kleinen Samenkörner ausreichen soll, um den Körper 24 Stunden lang mit sämtlichen Nährstoffen zu versorgen, die er benötigt.

Die Inhaltsstoffe

Die ovalen Samen von Chia sind sehr reich an Proteinen, Omega-3-Fettsäuren, Mineralstoffen und Antioxidantien. Ich habe euch weitere wesentliche Inhaltsstoffe aufgelistet:

  • bis zu 38 % Chia-Öl
  • Vitamin A
  • Folsäure
  • Kalzium
  • Kalium
  • Zink
  • Kupfer
  • Phosphor
  • Omega-6-Fettsäuren

100 Gramm Chia-Samen liefern rund 25 bis 41 Gramm Kohlenhydrate, 18 bis 30 Gramm Ballaststoffe, 20 bis 22 Gramm Eiweiß und 30 bis 35 Gramm Fett. Hinsichtlich des Proteingehalts übertrifft Chia den Eiweißgehalt von sonstigen Getreidearten um 50 Prozent.  Gesund ist außerdem Chia-Öl, weil es die elementare Alpha-Linolensäure (ALA) enthält, eine der Omega-3-Fettsäuren und damit ein essentieller Nährstoff für unseren Körper.

Auf fitforfun.de könnt ihr euch ein interessantes Video zum Chia-Samen anschauen. Darin werden die Fakten verständlich auf den Punkt gebracht.

Positive Gesundheitseffekte

Auf die Gesundheit wirkt sich Chia in vielerlei Hinsicht gut aus. Nicht nur die Verdauung wird gefördert, sondern auch Giftstoffe im Körper gebunden und die Wundheilung beschleunigt. Chia macht lange satt, liefert jede Menge Energie und trägt zum Gewebeaufbau bei. Gelenkschmerzen können gelindert werden. Der hohe Anteil an Omega-3-Fettsäuren leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung diverser Körperfunktionen. Maximal 15 Gramm Chia-Samen soll ein Erwachsener übrigens pro Tag zu sich nehmen.

Chia-Samen kaufen

Aufgrund der hohen Nachfrage bekommt ihr Chia-Samen mittlerweile in diversen Shops. Auch online ist er erhältlich. Ich würde Bio-Ware empfehlen, da ihr damit auf Pestizide verzichten könnt. Bio-Chia-Samen bekommt ihr in Naturkostläden, Reformhäusern und einigen Supermärkten.

Chia verarbeiten

Chia-Samen eignet sich optimal für Müslis, Backwaren, Pudding und Smoothies. Roh kann man die Samen zum Beispiel in Salate geben, über das Müsli streuen oder dem Joghurt untermischen. Sobald Chia in Wasser eingelegt wird, bildet sich ein geschmacksneutrales Gel. Es fördert die Verdauung.

Negative Aspekte?

Superfood hin oder her: Jedes Lebensmittel kann auch negative Auswirkungen haben. Gerade in Zeiten, wo jeder zweite unter Allergien oder Unverträglichkeiten leidet und teilweise empfindlich reagiert. Menschen, die auf andere Pflanzen der Familie der Lippenblütler allergisch reagiert, sollte bei Chia-Samen vorsichtig sein. Zur Pflanzenfamilie gehören zum Beispiel auch Rosmarin, Minze, Salbei und Thymian.

Chia-Samen könnte auch für Blähungen sorgen. Dies liegt an dem hohen Anteil an Ballaststoffen. Zwar sind Ballaststoffe wichtig für unsere Verdauung und fördern eine gesunde Darmflora, aber nicht jeder verträgt das ohne Weiteres. Wer sicher gehen möchte, isst erst mal sehr wenig Chia-Samen, um die Verträglichkeit zu testen. Kommt es zu Bauchschmerzen oder einem unangenehmen Völlegefühl, sollte die Menge weiter reduziert oder eventuell gänzlich auf Chia verzichtet werden.

Ganz wichtig: Insbesondere zu rohem Chia müsst ihr viel trinken. Denn die Samen gehen im Magen stark auf und können bei zu wenig Flüssigkeit Verstopfungen hervorrufen.

Wegen des hohen Anteils an Omega-3-Fettsäuren soll Chia eine blutdrucksenkende Wirkung haben. Zudem wirkt Chia wie ein Blutverdünner, weshalb alle Menschen den Verzehr mit dem Arzt klären sollte, die blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen.

Insgesamt halten sich die negativen Auswirkungen von Chia aber stark in Grenzen und die gesundheitsfördernden Effekte überwiegen diese deutlich.

Im nächsten Beitrag folgt ein leckeres Rezept für einen fruchtigen Pudding mit Chia-Samen : )

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar