Wissenswertes zu Bio-Geflügel

Bio-Geflügel

Nur noch wenige Wochen bis Weihnachten und einige unter euch beschäftigen sich sicherlich schon mit dem aufwändigen Festmahl. Um euch bei der Fleischauswahl ein wenig zu unterstützen, will ich euch heute wissenswerte Informationen zu Bio-Geflügel erläutern.

Strenge Vorschriften bei Haltung und Ernährung

Zwar bin ich grundsätzlich für eine fleischhaltige Ernährung, ein verantwortungsvoller Umgang mit den Tieren liegt mir aber natürlich am Herzen. Daher kann ich nur jedem empfehlen auf Bio-Geflügel zurückzugreifen. Zu Bio-Qualität bei Enten, Puten, Hühnern und Gänsen gibt es ganz bestimmte Anforderungen an die Ernährung und Haltung der Tiere. Ein wichtiger Aspekt ist meiner Meinung nach zum Beispiel, dass die Fütterung ausschließlich extensiv sein darf. Das Mästen, das ziemlich brutal ist, wird nicht erlaubt. Gleichzeitig muss die Ernährung der Tiere überwiegend aus Bio-Qualität bestehen. Streng limitiert ist die Zugabe von Medikamenten. Bezüglich der Haltung ist vorgegeben, dass ein Auslauf ins Freie ermöglicht werden muss. Enten, Hühner und Co. werden artgerecht gehalten. Sie dürfen ihren Instinkten nachgehen und beispielsweise im Sand scharren und nach Futter suchen, so wie sie es eben in der Natur machen würden. Die Käfighaltung ist bei Bio-Qualität verboten. Grundsätzlich ordentliche Voraussetzungen für ein glückliches Geflügelleben ; )

Verantwortung der Verbraucher

Ich finde jeder Verbraucher sollte sich bewusst machen, was er für Fleisch isst und wie die Tiere gehalten werden. Schließlich haben wir als Konsumenten Einfluss auf das Angebot und demnach auch auf die Art und Weise, wie die Tiere leben müssen. Käfighaltung ist einfach ein No-Go und sollte nicht akzeptiert werden. Zudem muss man festhalten, dass der Geschmack enorm leidet, wenn Tiere gestresst sind und schlecht gehalten werden. Die Fleischqualität unterscheidet sich oft maßgeblich voneinander. Daher lohnt es sich immer in hochwertige Ware und artgerechte Haltung zu investieren, anstatt die konventionelle Mast zu unterstützen. Alles spricht für Bio-Geflügel!

Beispiel Pute

Am Beispiel Pute lässt sich der Unterschied von Bio-Geflügel gut erklären. Im Vergleich zur konventionellen Mast, weisen Bio-Puten ein besseres Fleisch-Knochen-Verhältnis auf. Im Gegensatz zur konventionellen Mast werden bei Bio-Qualität andere Rassen gezüchtet. KellyBronze-Puten sind ein Beispiel für Bio-Puten. Diese Rassen können ohne Probleme auf Stangen fliegen und laufen. Bei der Intensivmast ist der Alltag leider traurig. Denn dort werden die Tiere so überzüchtet, dass sie weder laufen noch fliegen können. Grund ist die überproportionale Brust, welche völlig unnatürlich ist. Der Anteil an Puten aus Biozucht ist immer noch verschwindend gering. Und von diesem geringen Anteil wandert einiges sogar als Biowurst oder Bestandteil von Babynahrung in die Verkaufsregale. Wodurch beim Frischfleisch-Einkauf umso mehr darauf geachtet werden sollte, dass es sich um Bioqualität handelt. Damit der Anteil von artgerechter Zucht steigt.

Erkennungsmerkmale Bio-Geflügel

Achtet beim Einkaufen von Biogeflügel auf das Ökosiegel. Gegebenenfalls kann auch ein Logo von einem Anbauverband angegeben sein wie bioland, naturland oder demeter.

Bio Enten und Gänse

Wollt ihr am Weihnachtsfest eine Bio-Gans oder -Ente genießen, bestellt diese bei einem Hof eures Vertrauens rechtzeitig. Schließlich dauert die Aufzucht lange.

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