Bärlauch – Infos und Tipps zur Verwendung

Bärlauch

Bärlauch ist vielen von euch ein Begriff. Mittlerweile ist die Pflanze in der Küche nicht mehr wegzudenken. Ich habe einige Informationen sowie hilfreiche Tipps für euch zusammengestellt. In den nächsten Wochen folgen Rezepte dazu.

Allgemeines zum Bärlauch

Bärlauch ist mit Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch verwandt und gehört zur Ordnung der Spargelartigen. Insbesondere die Verwandschaft zum Knoblauch ist spürbar. Denn Bärlauch hat einen intensiven Knoblauch-Geschmack. Es handelt sich um ein Wildgemüse, das im Frühjahr austreibt und vielerorts gesammelt wird. Die Pflanze wächst besonders in Wäldern in Europa und Asien gut. Sie wird beispielsweise auch als Zigeunerlauch, Waldknoblauch, wilder Knoblauch und Knoblauchspinat bezeichnet. Zwischen 20 und 50 Zentimeter hoch wird Bärlauch, der mit seinen würzigen Blättern vielseitig verarbeitet werden kann. Die Pflanzenblüten sind weiß.

Nährstoffe und positive Wirkung

Neben Vitamin C und Eisen enthält das Wildgemüse Magnesium und Mangan. Während Vitamin C gegen Erkältungen hilft, stärkt Magnesium die Muskeln. Aufgrund seiner Verwandtschaft zum Knoblauch besitzt Bärlauch die gleichen positiven gesundheitsfördernden Eigenschaften. Die enthaltenden Sulfide werden beim Verarbeiten der Blätter umgewandelt in Allicin. Dieses hat eine antibakterielle Wirkung, wodurch das Immunsystem bei der Abwehr von Bakterien unterstützt wird. Bärlauch lindert Husten und Fieber. Bei Magenkrämpfen, Blähungen und Völlegefühl kann er ebenfalls helfen und der Appetit wird angeregt. Das gesamte Herz-Kreislauf-System profitiert vom regelmäßigen Verzehr. Herzinfarkten wird vorgebeugt, weil Cholesterinspiegel und Blutdruck gesenkt werden.

Frühjahr mit Bärlauch

Weil es Bärlauch bereits im März oder sogar schon im Februar gibt, kann das Gewächs im Frühjahr Schnittlauch ersetzen. Ähnlich wie Schnittlauch ist der charakteristische Geschmack im rohen Zustand am stärksten.

Bährlauch sammeln

Sammeln solltet ihr Bärlauch vor der Blüte und am besten vormittags nachdem der Tau trocken ist. Pflanzenteile mit einer Schere ganz unten abschneiden. Damit sich die Pflanze erholen kann, solltet ihr pro Gewächs nur ein Blatt entnehmen. Grundsätzlich ist das Sammeln von März (manchmal Februar) bis Juni möglich. Besonders in Laubwäldern sind die Bestände groß, weil der Boden humusreich und feucht ist. Beachtet, dass die Pflanze in Naturschutzgebieten nicht gesammelt werden darf! Falls ihr zum Sammeln keine Zeit habt, findet ihr Bärlauch auf Wochenmärkten.

Achtung Verwechslungsgefahr!

Falls ihr selber zum Sammeln in die Wälder geht, müsst ihr aufpassen, dass ihr nicht aus Versehen Maiglöckchen oder Herbstzeitlose in den Korb packt. Beides sind Giftpflanzen! Unterscheiden könnt ihr diese beiden Gewächse von Bärlauch ganz einfach mit dem Knoblauchgeruch. Die giftigen Pflanzen haben diesen Geruch nicht. Im April blüht der Bärlauch. Dann könnt ihr sie nicht mehr verwechseln. Bärlauch-Blüten sind doldenartig, klein und weiß. Herbstzeitlose haben lilafarbene und Maiglöckchen glockenförmige Blüten.

 Haltbar machen

Wenn ihr zuviel Bärlauch habt, könnt ihr die Blätter am Stück in einem Gefrierbeutel einfrieren. Vom Trocknen würde ich abraten, weil Aroma verloren geht.

 Anpflanzen

Bärlauch wird im Winter ausgesäht, weil die Samen eine Frostperiode zum Gedeihen benötigen. Ein schattiger Platz ist ideal. Ähnlich wie im natürlichen Lebensraum Wald pflanzt sich das Wildgemüse auch im Garten schnell und teppichartig fort. Wählt den Standort mit Bedacht!

Zubereitungstipps

Bärlauch grundsätzlich immer sorgfältig waschen. Denn im Wald gewachsen, können wilde Pflanzen den Fuchsbandwurm tragen! Bärlauch kann zu Ölen, Pesto, Brotaufstrichen, Kräuterquark, Dips, Cremes, als Füllung und vielem mehr verarbeitet werden. Er schmeckt gut in Suppen, Salaten oder pur auf dem Butterbrot.

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