Erklärung der verschiedenen Arten von Barbecue Smoker

Grillen mit dem Ugly Drum Smoker

Letzte Woche habe ich euch bereits über die Vorteile der Barbecue-Smoker-Grills im Vergleich zu herkömmlichen Holzkohle-Grills informiert. Wenn ihr darüber nachdenkt einen Barbecue-Smoker Grill zu kaufen, solltet ihr euch über die verschiedenen Ausführungen dieser Grillart informieren. Damit euch die Entscheidung leichter fällt, möchte ich euch heute über die Unterschiede aufklären.

Grundsätzlich ist es bei allen Barbecue-Smoker-Grills (BBQ Smoker) so, dass Grillgut nicht auf direkter Flamme gegrillt, sondern durch heißen Rauch gegart wird. Wie der Name schon sagt, werden diese Grills für das originale Barbecue verwendet.

Barrel-Smoker – Der Klassiker

Unter den BBQ-Smokern ist der Barrel-Smoker die bekannteste Ausführung. In vielen Fachgeschäften wird diese Art Grill am meisten verkauft. Der Barrel-Smoker verfügt über zwei Kammern. In der größeren Garkammer werden die Speisen platziert. Je nach Größe des Grills befinden sich in der Garkammer ein oder mehr Roste. An der Garkammer ist ein Kamin angebracht aus dem der heiße Rauch wieder abgeleitet wird. In der kleineren Kammer befindet sich das Brennholz. Diese kleinere Feuerkammer befindet sich seitlich der Garkammer und etwas weiter unten. Beide Kammern sind miteinander verbunden. Bei vielen klassische Modellen befindet sich auf der Feuerkammer zusätzlich eine Platte auf der zum Beispiel eine leckere Barbecue Soße gewärmt werden kann.

Brennt das Holz in der Feuerkammer steigt der dabei entstehende heiße Rauch direkt in die Garkammer auf. Dort wird Fleisch, Gemüse usw. durch den heißen Rauch schonend geräuchert. Abtropfendes Fett von den Speisen wird in der Garkammer aufgefangen und direkt in ein Gefäß geleitet. So entstehen keine Giftstoffe, die beim herkömmlichen Grillen auf Holzkohlegrills direkt in die Speisen eindringen.

Die Kammern der Barrel-Smoker werden aus stabilen Stahlrohren mit einem Durchmesser bis zu 60cm gefertigt. Die Konstruktion ist strapazierfähig und sorgt für eine gute Wärmeverteilung. Mit jeweils einer Klappe kann die Rauchgasabfuhr aus der Garkammer und die Luftzufuhr zur Feuerkammer geregelt werden. Durch diese beiden Einstellungen wird die Temperatur in der Garkammer maßgeblich beeinflusst. Aber auch mit der Wahl des Brennmaterials kann die Temperatur verändert werden. Wobei es immer emfehlenswert ist Holz zu verwenden. Dadurch entsteht das typische Räucheraroma.

Pellet-Smoker – für Bequeme

Wie der Name schon erahnen lässt, wird beim Pellet-Smoker mit Pellets gefeuert. Hier gibt es keine Feuerkammer, sondern einen Pelletbehälter. Das Feuer wird hier nicht selbst gemacht, sondern durch eine automatische Zündung mit Strom oder Gas. Es wird eine Wunschtemperatur eingestellt und das Gerät fördert automatisch genug Pellets nach, um diese Temperatur gleichmäßig zu halten. Bei einem Gerät mit elektronischer Temperaturregelung muss zu Beginn nur die Temperatur eingestellt werden. Alles andere erledigt der Pellet-Smoker. Eine bequeme Alternative, die für mich persönlich nichts wäre. Schließlich möchte ich ja selbst der Grillmeister sein und das Schönste am BBQ Smoker ist doch das Feuerlegen ; )

Reverseflow-Smoker – gleichmäßiges Garen

Der Aufbau des Reverseflow-Smokern ist fast genauso wie der des Barrel-Smokers. Einziger Unterschied liegt in der Einleitung des Rauches in die Garkammer. Die Garkammer beim Reverseflow-Smoker verfügt zusätzlich über eine Unterteilung. Dadurch gelangt der heiße Rauch zuerst in ein System direkt unter den Speisen. Erst am anderen Ende der Garkammer wird der Rauch dann direkt in den Raum geleitet, wo die Speisen liegen. Diese besondere Bauart stellt sicher, dass das gesamte Grillgut gleichmäßig gegart wird. Denn beim Barrel-Smoker kommt es oft vor, dass die Speisen, die direkt an der Feuerkammer liegen schneller gar sind. Schließlich ist dort die Hitze höher, weil der Rauch an dieser Stelle direkt von den Flammen in die Garkammer gelangt und noch heißer ist.

Ugly-Drum-Smoker – der Rustikale

Den Ugly-Drum-Smoker habe ich mir selbst zugelegt und die Entscheidung bis heute nicht bereut. Diese Smoker-Art sieht sehr rustikal aus. Der gesamte Grill besteht aus einem 200 bis 220 Liter Stahlfass, in dessen Innenraum alle Bestandteile verbaut sind. Im unteren Bereich dieser Tonne befindet sich ein Kohlekorb, in den das Brennmaterial gegeben wird. Darüber hängt eine Schale mit Sand oder Wasser. Dies wird benötigt, um Temperaturschwankungen auszugleichen und Wärme zu speichern.

Im oberen Bereich des Grills befinden sich ein oder mehr Grillroste. Das Fass verfügt über einen abnehmbaren Deckel mit Belüftungslöchern. Meistens ganz unten am Fass befinden sich ein oder mehr regelbare Belüftungsöffnungen. Der Vorteil dieser Bauweise ist die konstante Temperatur. Sobald das Brennmaterial erst mal auf Temperatur ist, läuft alles wie am Schnürchen und das Fleisch wird über Stunden gleichmäßig und schonend geräuchert. Diese Art von Grill kann bisher noch nicht im Einzelhandel gekauft werden. Man findet sie meist nur unter der Marke Eigenbau!

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