800 Grad mit Oberhitzegrill: Informatives über Steakgrills

Oberhitzegrills

Viele sind bereits in die Grillsaison 2019 gestartet. Andere suchen noch nach dem passenden Grill. Ihr liebt Steaks? Dann könnte ein Oberhitzegrill genau das Richtige sein. Heute gibt´s von mir ein paar Fakten dazu.

Warum Oberhitze, warum 800 °C?

Befürworter von Oberhitzegrills sind davon überzeugt, dass bei einer Temperatur von mehr als 800 Grad und den damit verbundenen, sehr kurzen Grillzeiten, Steaks eine perfekte Kruste erhalten und dabei innen herrlich saftig bleiben. Wie der Name bereits vermuten lässt, kommt die Hitze ausschließlich von oben. Abhängig davon, wie dick das Fleisch ist, dauert es weniger als eine Minute (pro Seite) bis ein Steak fertig ist. Die extreme Hitze und minimale Dauer sorgen dafür, dass die Fleischoberfläche regelrecht karamellisiert, während die Fleischsäfte im Inneren verbleiben. Unwiderstehliche Röstaromen bei maximaler Saftigkeit sind das Ergebnis.

Zudem hat Oberhitze den Vorteil, dass ihr euch keine Gedanken über krebserregende Stoffe machen müsst, wie es beim direkten Grillen über Holzkohle der Fall ist. Vorausgesetzt ihr lasst Fleisch nicht verbrennen. Das passiert bei Temperaturen ab 800 Grad super fix, sodass Vorsicht geboten ist. Gemütlich grillen und nebenher Quatschen ist hier zumindest für Anfänger weniger drin. Der Umgang mit Oberhitze erfordert etwas Übung. Die kurze Grillzeit ist aber auch von Vorteil, weil ihr in wenigen Minuten essen könnt.

Die zentralen Vorteile:

  • ideal für präzises Grillen von Steaks, Burger, Pizza, Fisch, Meeresfrüchte, Gemüse, Obst, Crème brûlée und Ähnliches
  • der Lieferumfang enthält häufig Gastroschalen (Gastro-Norm / GN-Behälter), darin gelingen Aufläufe, Saucen und vieles mehr
  • kein umständliches Anzünden von Grillkohle / Briketts
  • kein Fettbrand
  • keine Asche, kaum Schmutz
  • platzsparend
  • leicht zu reinigen

Wie sehen Oberhitzegrills aus?

Die meisten erinnern mich an Kaffeevollautomaten. Zumindest hinsichtlich ihrer Form. Die klassischen Modelle sind kompakt, passen auf jeden Tisch und verfügen vorne über eine Öffnung. Man legt Grillgut nicht direkt von oben auf den Grillrost, wie man das von herkömmlichen Holzkohle- oder Gasgrills gewohnt ist. Stattdessen wird die Auflagefläche zunächst aus dem Grill herausgezogen und dann mit Fleisch und Co. belegt. Zur Temperaturregulierung verfügen viele Oberhitzegrills über mehrere Etagen, teilweise lässt sich der Abstand zur Hitzequelle stufenlos einstellen. Ganz unten fängt eine Auffangschale heruntertropfendes Fett, Fleischsäfte und Co. auf. Bis auf die Öffnung vorne, sind die Grills rundum geschlossen.

Wie funktionieren sie?

Es gibt elektrische Oberhitzegrills und gasbetriebene. Bei beiden Varianten kommt Infrarotstrahlung zum Einsatz, sie wirkt direkt. Der Wirkungsgrad beträgt knapp 100 Prozent. Bei normalen Kohle-, Gas- und Elektrogrills muss zunächst die Luft erhitzt werden, bevor das Grillgut davon profitiert. Hinsichtlich der Wirkung gibt es zwischen Gas und E-Oberhitzegrills keinen Unterschied. Man sollte lediglich bedenken, dass E-Grills Steckdose und Kabel erfordern, Gasgrills wiederum den korrekten Umgang mit Gas.

Wer stellt sie her?

Der wohl bekannteste Hersteller ist Beefer. Das günstigste Modell kostet im Beefer-Onlineshop derzeit 699 Euro. Die XL Varianten, die deutlich mehr Platz zum Grillen bieten, starten bei 1.399 Euro. Obwohl es günstiger geht: 400 bis 500 Euro sollte man für ein hochwertiges Gerät lockermachen. Ergänzend habe ich weitere Anbieter verlinkt. Viel Spaß beim Stöbern:

Die Sizzle Brothers zeigen euch, wie das perfekte Steak mit Oberhitze gelingt:

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